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Restrukturierung

airberlin macht mehr Verlust

airberlin hat 2016 nochmals erheblich höhere Verluste eingeflogen. Wann die laufende Restrukturierung Verbesserungen bringt ist unklar.

Bei einem von 4,08 Milliarden auf 3,79 Milliarden Euro rückläufigen Umsatz hat airberlin 2016 einen Nettoverlust von 781,9 Millionen Euro eingefahren, nach 446,5 Millionen Euro im Jahr 2015. Das normale Geschäft lief schlechter, dazu kamen Restrukturierungskosten von 334,8 Millionen Euro, so das Unternehmen am Freitag.

Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2016 ist laut airberlin vor allem auf die Kapazitätsreduzierung in Höhe von vier Prozent sowie den Rückgang der Erlöse pro Passagier (Yield) um 3,8 Prozent zurückzuführen. Die Terrorgefahr im östlichen Mittelmeerraum führte zu Überkapazitäten und einem damit verbundenen Preisverfall in der Touristik.

airberlin CEO Thomas Winkelmann: „Die unscharfe Marktposition, das stark saisonabhängige Streckennetz sowie die hohen operativen Kosten der alten airberlin haben zu diesen hochgradig unbefriedigenden Finanzergebnissen geführt. Im Herbst 2016 wurde die strategische Kehrtwende der Airline eingeleitet“.

Der Umbau der airberlin von einem „defizitären Hybrid-Carrier“ in eine „fokussierte, kosteneffiziente Netzwerk-Airline“ erfordert auch im ersten Halbjahr 2017 einen hohen Aufwand. „Es ist normal, dass man bei einem Umbau dieser Größenordnung erst durch ein Tal schreitet, bevor die Verbesserungen spürbar werden,“  sagte airberlin CFO Dimitri Courtelis. Externe Faktoren wie der Streik der Bodendienstleister am Flughafen Berlin-Tegel sowie die operativen Einschränkungen durch den neuen Bodendienstleister, die zu Flugstreichungen und Kapazitätsreduzierungen führten, sind da nicht hilfreich.

Laut Winkelmann wird airberlin nun „aufgrund der infrastrukturellen Grenzen in Berlin“ beim weiteren Ausbau der Langstrecke zunächst einen stärkeren Fokus auf Düsseldorf legen.

Umbau von airberlin läuft

„Der Umbau der airberlin läuft“, so Winkelmann. Die Fluggesellschaft hat ihr Netzwerk auf die neue Flottenzielgröße von 75 Flugzeugen angepasst und ihr Streckennetz bereits von 387 auf unter 100 Strecken gestrafft. Die Flottenharmonisierung auf Airbus wurde abgeschlossen.

Die Trennung vom saisonabhängigen Warmwasser-Touristik-Geschäft ist angelaufen. In einem ersten Schritt wurden mit Beginn des Sommerflugplans 2017 35 Ferienflieger zu NIKI transferiert. Der zweite Schritt steht nun mit der formellen Genehmigung des Joint Ventures zwischen Etihad, NIKI und TUI aus.

Ferner setzt airberlin das Wet-Lease-Abkommen mit der Lufthansa Group über 38 Flugzeuge um. Wie geplant wurden bereits 35 von 38 Flugzeugen transferiert.

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