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SESAR-Versuche zwischen Toulouse und Hamburg

Airbus nutzt Überführungsflüge für Navigationstests

In diesem Jahr wird Airbus 100 interne A320-Flüge zwischen Toulouse und Hamburg für Messungen des "Extended Projected Profile" nutzen. Dieser Bestandteil des SESAR-Luftfahrtforschungsprogramms der EU beschäftigt sich unter anderem mit der ständigen Live-Berechnung und -Übermittlung der Ankunftszeit am Zielort.

Airbus habe die Aufgabe erhalten, für SESAR dessen neu gegründetes Konsortium "PEGASE"  (“Providing Effective Ground & Air Data Sharing via Extended Projected Profile” - etwa: Effizienter Flug- und Bodendatenaustausch mit Hilfe erweiterter Flugvorhersageprofile) zu leiten und für dieses in größerem Umfang Flugversuche durchzuführen.

Dabei geht es um die Übermittlung des dreidimensionalen Flugprofils mitsamt der Zeitachse. Diese Daten werden mit allen Flugsicherungsstellen entlang der Route geteilt. Dadurch lässt sich das tatsächliche Verkehrsaufkommen sehr genau vorhersagen, womit man Verkehrsfluss, Treibstoffverbrauch und Kosten optimieren kann und die Nerven der Fluggäste schont, weil diese pünktlicher am Zielort eintreffen. 

Airbus will ab 2015 Überführungsflüge der A320-Familie für die ständige Datenübertragung nutzen und die vorhergesagten und ständig aktualisierten Flugprofile aus dem Cockpit an den Boden funken, wo die Flugsicherung die Daten in ihre Prozesse einbaut. Diese  “Extended Projected Profile” (EPP) sollen bei rund 100 realen Flügen gewonnen werden. Anschließend wird Eurocontrol die erreichte technische Datenqualität bewerten, bis im März 2016 der Abschlussbericht veröffentlicht wird.

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