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Singapore Airlines signalisiert angeblich Interesse

Plant Airbus eine A350-Leichtversion für Ultralangstrecken?

Airbus plant offenbar eine neue Version der A350-900 für Ultralangstrecken, die mit Hilfe einer besonders leichten Kabineneinrichtung mehr Reichweite schaffen soll.

Der Airbus Chef-Stratege, Dr. Kiran Rao, äußerte sich gegenüber der Agentur "Bloomberg" am Montag erstmals zu diesen Plänen, über die es seit der diesjährigen Pariser Luftfahrtmesse Gerüchte gibt.

Demnach würde die geplante Ultralangstreckenversion auf der Version A350-900 basieren und eine nicht näher spezifizierte "Premium"-Kabineneinrichtung erhalten, also vermutlich mit weniger Sitzen. Die Pläne gingen auf Interesse von Singapore Airlines zurück, welche die Route Singapur-New York nonstop bedienen wolle aber seit der aus wirtschaftlichen Gründen erfolgten Ausmusterung ihrer A340-500 kein geeignetes Flugzeugmuster mehr habe. Interesse gebe es auch von anderen Airlines, habe Rao erklärt.

Mit der neuen Ultralangstreckenversion würde Airbus, der Hersteller hat die Pläne sonst noch nicht bestätigt, statt einer aufwändigeren, verkürzten Ultralangstreckenversion der für eine höhere Startmasse optimierten A350-1000, auf eine technisch einfachere, Leichtbau-A350-900 mit deutlich geringerer Nutzlast setzen. Mit diesem Konzept würde der Hersteller vor allem den Markt der zweistrahligen Boeing 777-200LR angreifen, die einst die konkurrierende, vierstrahlige A340-500 erfolgreich unter Druck gesetzt hatte. Zugleich könnte man mit der neuen Version der Boeing 777-8X zuvorkommen, denn die neue A350-Version wäre schon ab 2018 lieferbar.

Die wirtschaftliche Rentabilität von Ultralangstreckenflügen ist allerdings stark vom schwankenden Rohöl- und Kerosinpreis abhängig. Bei Ultralangstreckenflügen muss das Flugzeug einen großen Teil seiner Nutzlastkapazität zur Beförderung des Kerosins "verschwenden", so dass wesentlich weniger zahlende Passagiere und weniger Fracht mitgenommen werden können. Die Airlines versuchen aus dieser Not eine Tugend zu machen, indem die Kabinen für weniger Passagiere besonders großzügig und luxuriös bestuhlt werden. Im Gegenzug sind die Tickets allerdings oft auch entsprechend teurer, so dass nur Strecken mit stabil hoher Nachfrage nach Premiumsitzen für rentable Ultralangstreckenflüge in Betracht kommen.

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