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Ständige Positionsmeldung per ADS-B ab 2017

ITU hält Frequenzen für globale Flugzeugortung frei

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Die weltweite Telekommunikationskonferenz ITU 2015 hat festgelegt, ein ADS-B-Funkfrequenzspektrum global für die künftige Luftfahrtnutzung freizuhalten. Durch ständige Satellitenkommunikation soll die weltweite Ortung von Verkehrsflugzeugen ab 2017 wesentlich verbessert werden.

Die "ITU World Radiocommunication Conference 2015" in Genf habe die Boden-All-Verbindung aller Verkehrsflugzeuge über ADS-B beschlossen und halte dafür ein Frequenzband frei, meldete die ITU am Mittwoch. Das Frequenzband von 1087.7 bis 1092.3 MHz sei für die zivile, luftfahrtbezogene, mobile Satellitenkommunikation reserviert worden. Damit könnten weltweit Positionssignale des "Automatic Dependent Surveillance-Broadcast" (ADS-B) von Flugzeugen auch im All aufgefangen werden.

Bisher senden Flugzeuge im gleichen Frequenzbereich ADS-B-Signale an Bodenstationen in ihrem jeweiligen Sichtbereich. Die Erweiterung auf Satelliten ermöglicht künftig auch die Postionsbestimmung über Ozeanen, Wüsten, Polargebieten und Gebirgen, die außerhalb der Empfangsreichweite von Bodenstationen liegen. Damit wird der Luftraum über rund 70 Prozent der Erdoberfläche erstmals für eine ständige, sehr genaue Positionsbestimmung zugänglich. Die genauen betrieblichen Vorschriften sollen in Zusammenarbeit mit der UNO-Zivilflugorganisation ICAO entstehen. 

Die jetzt erzielte Übereinkunft sei auch eine Reaktion auf das Verschwinden von Malaysian Airlines Flug MH370 im März 2014 mit 239 Personen an Bord, so die ITU. "Wir werden in Zusammenarbeit mit ICAO und anderen internationalen Organisationen die Sicherheit am Himmel weiter verbessern", sagte François Rancy, Director, ITU Radiocommunication Bureau.

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