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Storch aus dem Verkehrshaus Luzern wird lufttüchtig gemacht

Schweizer wollen historische Fieseler-Storch-Rettungsmission nachstellen

Eine Schweizer Gruppe von Fans des Fieseler Storch will bis zum November 2016 eines der Kurzstartflugzeuge aus dem Verkehrshaus der Schweiz wieder flugfähig restaurieren, um eine legendäre Rettungsmission nachzustellen.

Storchenlandung. Copyright: Verein Freunde des Fieseler Storch
2:19 Min.

Das weltbekannte Flugzeug, der Fieseler "Storch" mit der Registrierung A-97, der seit über 50 Jahren in der Luftfahrthalle des Verkehrshauses der Schweiz hing, sei von der Hallendecke der Ausstellungshalle abgenommen worden, meldete die Schweizer Initiative "Verein Freunde des Fieseler Storch" am Freitag. Der Verein werde das Flugzeug wieder flugfähig machen und damit Ende November 2016 das 70-Jahre-Jubiläum des legendären Rettungsfluges zum Gauligletscher feiern. Anschließend komme der Storch wieder an seinen Stammplatz ins Verkehrshaus.

Im November 1946 hatten Störche aus der Schweiz über dem dortigen Hochgebirge nach einem verschollenen und verunglückten amerikanischen C-53-Transportflugzeug gesucht. Von den zwölf Menschen an Bord überlebten alle wie durch ein Wunder. Ein Jahr vor der siebzigsten Wiederkehr dieser ersten organisierten Luftrettung der Welt soll das Flugzeug nun wieder flugfähig gemacht werden, um nächstes Jahr die einstige Rettungsaktion nachfliegen zu können. Für die Restaurierung verantwortlich ist der Verein "Freunde des Fieseler Storch". 

Der Motor des Flugzeuges, ein achtzylindriger Argus As 10C V-Motor wird nun in der Nähe von Bonn vom Motorenspezialisten Dirk Bende überholt. Die stoffbespannte Zelle – also Rumpf mit Fahrwerk, Leitwerk und Tragflächen – wird bei der Aero-Kros einer nach EASA Part 145 zertifizierten polnischen Flugzeugfabrik, die auf historische Flugapparate spezialisiert ist, überprüft, wieder funktionsfähig und erneut flugtauglich gemacht. Dabei soll ausdrücklich besonders viel der historischen Substanz erhalten bleiben. 

Das dreisitzige, einmotorige Flugzeug mit legendären Kurzstart- und Landeeigenschaften war eines von zwei beteiligten Flugzeugen der Schweizer Luftwaffe, die im November 1946 bei der Rettung der Verunglückten vom Gauligletscher im Berner Oberland zum Einsatz kamen. Auf befestigten Pisten genügen dem Storch, dank fester Vorflügel, weniger als 50 Meter Startrollstrecke. Zur Landung reichen gerade mal 20 Meter, denn die Minimalgeschwindigkeit liegt bei nur 45 km/h.

Seit 1965 hing die Fieseler Fi 156 "A-97" an der Decke in der Halle Luftfahrt des Verkehrshauses der Schweiz. Sie ist eine Dauerleihgabe der Schweizerischen Eidgenossenschaft und gehört deren "Zentralstelle Stiftung Historisches Armeematerial beim Bund". Die gelungene Rettungsaktion von 1946 führte zu einer Kehrtwende in den diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA, die sich zuvor auf einem Tiefpunkt befunden hatten.

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