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Suborbitaler Raketenflug mit einem kommerziellen Raumfahrzeug

Virgin Galactic fliegt erstmals ins "All"

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Die erste kommerzielle Raumfahrtairline "Virgin Galactic" ist mit ihrem Raketengleiter SpaceShipTwo erstmals auf 82,7 Kilometer Höhe gestiegen und damit über 80 Kilometer Höhe, welche NASA und US Air Force als Grenze zum All anerkennen.

Der Testflug am Donnerstag fand auf dem Mojave Space Port in Kalifornien statt. Von dort aus startete ein WhiteKnightTwo-Trägerflugzeug mit dem angehängten Gleiter SpaceShipTwo und schleppte letzteren auf 40.000 Fuß Höhe (12.200 Meter). Dort wurde der Raketengleiter abgeworfen, zündete sein Raketentriebwerk für 60 Sekunden und stieg, dabei auf Mach 2.9 beschleunigend, auf 82,7 Kilometer Höhe.

Am Gipfel der ballistischen Flugbahn stellte der Raketengleiter sein Leitwerk auf, um den Rücksturz zur Erde zu stabilisieren und abzubremsen. Die höchste Geschwindigkeit beim Sinkflug war Mach 2.5. Dann wurde das Leitwerk wieder abgesenkt und verriegelt und der Gleiter steuerte den Flughafen Mojave an, über dem noch eine Siegesrolle vollführt wurde. Die Landung erfolgte auf dem Radfahrwerk, das von einer Kufe am Bug ergänzt wird. 

Mit der erreichten Höhe von über 80 Kilometern erfüllen die beiden Testpiloten Mark Stuckey und CJ Sturckow die Bedingungen der NASA, US Air Force und der FAA, um Astronautenschwingen tragen zu dürfen. Die FAA gratulierte bereits zum jüngsten Flug und lud dessen Mannschaft für das neue Jahr nach Washington D.C. ein, um ihr "Kommerzielle Astronautenschwingen" zu verleihen. Der Flug war auch die erste Reise ins All von Amerikanern, in einem amerikanischen Raumfahrzeug, seitdem die Flotte der Space Shuttles stillgelegt wurde.

Virgin Galactic will noch weitere Testflüge durchführen, um die endgültige Höhe von 100 Kilometern zu erreichen. Mitte nächsten Jahres will auch Firmengründer Richard Branson mitfliegen. Danach sollen die kurzzeitigen Besuche im All kommerziell vermarktet werden. Der Flugpreis pro Sitz liegt bei 200.000 bis 250.000 Dollar. Zwei weitere Gleiter befinden sich bereits im Bau. Als deren spätere Einsatzbasis ist ein bereits errichteter Virgin-Weltraumflugplatz in New-Mexico vorgesehen.

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