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Tankversuche mit gedrucktem 3D-Modell

Airbus will Treibstoffreste nutzbar machen

Airbus will die nicht ausfliegbare Kerosinmenge in Flugzeugtanks vermindern und testet dazu ein neuartiges Tankmodell, das im 3D-Druck entstand.

Die nicht ausfliegbare Kerosinmenge im Tank betreffe nicht nur Flugzeuge, sondern prinzipiell alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, teilte Airbus mit. Bei Flugzeugen handele es sich beim "unusable fuel" um Kraftstoffreste in den Tanks, die von den Kraftstoffpumpen im Flug nicht erreicht werden könnten. Hier kämen schnell mehrere hundert Kilogramm zusammen, die totes Gewicht bildeten und nicht für Antriebszwecke nutzbar seien.

Um die Effizienz in diesem Bereich zu erhöhen, habe Airbus ein Projektteam im Rahmen der hauseigenen Initiative "Sprint" zur Problemlösung angesetzt. Diese erfahrenen Ingenieure aus unterschiedlichen Bereichen hätten gleich mehrere Lösungen entwickelt, die den nicht ausfliegbaren Kraftstoffrest halbieren könnten. Die nachrüstbaren Lösungen erforderten außerdem keine aufwändigen Strukturveränderungen.

In der Firmeneinrichtung "Protospace" sei mit Hilfe modernster Werkzeuge und des Verfahrens "Additive Layer Manufacturing" (ALM) eine Reihe dreimensionaler Komponenten und Modelle gedruckt worden. Dazu gehöre ein maßstäbliches Modell eines Zentraltanks der A330 in der Viertelgröße des Originals. Er enthalte Stringer und die tragenden Flügelelemente, um herauszufinden, wo sich Kraftstoffreste im Flug sammelten und wie man diese Restmengen auch noch den Pumpen zuführen könne. Mit Hilfe von Software werde außerdem das Flüssigkeitsverhalten in unterschiedlichen Flugphasen analysiert.

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