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Technologieträger für besseren Umweltschutz

Boeing beginnt 757-"ecoDemonstrator"-Flugversuche

Eine gebraucht übernommene Boeing 757 von TUI hat bei Boeing Flugversuche im Rahmen des ecoDemontrator-Programms begonnen. Dabei will der Hersteller neue Technologien erproben, die Schadstoffemissionen, Lärm und Verbrauch künftiger Flugzeuge senken.

Die mehrmonatigen Flugversuche fänden in Zusammenarbeit mit der TUI Group, von der das ausgemusterte Flugzeug stammt, und der NASA statt, teilte Boeing mit. Der linke Flügel der 757 sei zur Erreichung von natürlicher Laminarströmung umgerüstet worden. Dabei helfe eine spezielle Krüger-Klappe als Schutz vor der Verschmutzung durch Insekten, um die nur bei völliger Sauberkeit der Oberflächen entstehende Laminarströmung zu bewahren. Außerdem testet die NASA eine schmutzabweisende Oberflächenbeschichtung gegen Insekten an der Flügelvorderkante. Ziel ist es, die widerstandsvermindernde und damit kraftstoffsparende Laminarströmung in möglichst weiten Bereichen des Flügels zu erhalten.

"Die ecoDemontstrator-757 hilft uns, schneller neue Technologien für jetzige und künftige Flugzeuge anwendbar zu machen", sagte Mike Sinnett, Entwicklungsvorstand bei Boeing Commercial Airplanes. "Unsere Kunden sollen schneller umweltfreundlichere und effizientere Technologien nutzen können."

Das Seitenleitwerk wird für Tests einer aktiven Grenzschichtbeeinflussung des Seitenruders genutzt. Dadurch soll das Seitenruder wirksamer werden, wodurch man künftige Seitenruder möglicherweise kleiner dimensionieren könnte. Windkanalversuche versprechen eine rund 20-prozentige Effizienzsteigerung. Nach dem Abschluss weiterer Flugtests soll das Flugzeug umweltfreundlich zerlegt und recycled werden. Boeing hat im Rahmen des ecoDemonstrator-Programms bereits eine 737NG und eine 787 getestet.

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