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Teilrückzug vom Superjet

Leonardo gibt Suchoi-Anteile auf

Die italienische Luftfahrtkonzern Leonardo hat seine Industriebeteiligung am russischen Flugzeughersteller Sukhoi Civil Aircraft Company abgegeben. Im übergeordneten Konsortium für den Suchoi Superjet bleiben die Italiener aber aktiv.

Leonardo, bis vergangenes Jahr unter dem Namen Finmeccanica bekannt, habe die restlichen 5,53 Prozent an der Sukhoi Civil Aircraft Company (SCAC) an die Suchoi Holding abgegeben, meldete das bisherige Gemeinschaftsunternehmen SCAC am 9. Januar. Diese Anteile hatte zuvor die Leonardo-Tochter World's Wings SA gehalten. Leonardo bleibt aber Partner des Superjet-Programms und unterstützt dessen Zulassung und Verkäufe in westlichen Staaten.

Damit gehören nun 100 Prozent der SCAC-Anteile der zu UAC gehörenden Suchoi-Holding. Alenia Aeronautica hatte 2009 für 183 Mio. Dollar 25 Prozent und eine Aktie an der SCAC erworben. Die russische Seite hatte seitdem einseitig Finanzmittel nachgeschossen, so dass der italienische Anteil schmolz. Nur für weitere 390 Mio. Dollar hätten die Italiener ihre Sperrminorität erhalten können. Im Rahmen einer Umstrukturierung der Beteiligungen entschied man sich nun stattdessen zum Verkauf.

Weiterhin gehören Leonardo aber 51 Prozent des Joint Ventures SuperJet International (SJI), das den Superjet für westliche Kunden konfiguriert und Traininig sowie die Ersatzteilversorgung übernimmt. Auch Flugtests und Zulassungsarbeiten des SSJ100 im Westen werden weiter von Leonardo unterstützt. Laut unbestätigter Meldungen erwägt Leonardo auch hier eine Anteilsreduzierung auf zehn Prozent.

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