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Transpazifische Industriepartnerschaft wird fortgesetzt

777X-Zulieferer: Boeing schließt Rahmenabkommen mit Japan

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat am Donnerstag ein Rahmenabkommen mit japanischen Industrieunternehmen geschlossen, die Boeings nächstes Großprojekt 777X mit Entwicklungsarbeiten und Produktionsleistungen unterstützen sollen.

Der formelle Vertrag sei am Donnerstag unterzeichnet worden, meldete Boeing. Die Industrievereinigungen Japan Aircraft Industries (JAI) und Japan Aircraft Development Corporation (JADC) sollen 21 Prozent der größeren Strukturkomponenten für die Boeing 777X zuliefern. Dazu gehören Rumpfsektionen, mittlere Flügelkästen, Druckschotts, Hauptfahrwerkschächte, Kabinen-, Fracht- und Fahrwerkstüren, Flügelkomponenten und Flügel-Rumpf-Verkleidungen.

JAI besteht aus den Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries (MHI), Kawasaki Heavy Industries (KHI), Fuji Heavy Industries (FHI), ShinMaywa Industries (SMIC) und NIPPI Corporation (NIPPI). JADC ist eine gemeinnützige Organisation, die die Wettbewerbsfähigkkeit von Japans Luftfahrtindustrie fördern soll.

"Unsere japanischen Industriepartner liefern schon immer Teile für die 777 nach höchsten Standards und sind ein Grund für deren enormen Erfolg", sagte Kent Fisher, Zulieferer-Vorstand bei Boeing. "Jetzt haben diese Partner uns geholfen, die Kostenvorgaben bei der 777X einzuhalten, um auf unsere Kunden und die sich verändernden Marktbedingungen zu reagieren." Boeing arbeitet bereits bei den Programmen 737NG, 737 MAX, 747, 757, 767, 777 und 787 und seit gut fünfzig Jahren mit japanischen Partnern zusammen.  

"Die Vertragsunterzeichnung ist ein Meilenstein für JADC and JAI", sagte Shigeru Murayama, JADC Chairman und Präsident von KHI. "Die Partner bei JAI werden jetzt in neue Werke und Roboter investieren und andere automatische Systeme einführen, um stets höchste Qualität zu liefern. Damit stellen wir den Erfolg der 777X sicher."

Boeing kaufte 2014 in Japan Waren und Dienstleistungen für über fünf Milliarden Dollar ein und sicherte damit zehntausende Luftfahrt-Arbeitsplätze in Japan. Mit Hilfe des neuen Abkommens werden bis zum Ende der Dekade Waren und Dienstleistungen für 36 Milliarden Dollar aus Japan gekauft und erbracht werden. "Dieses Abkommen erweitert und vertieft die strategische Zusammenarbeit für Jahrzehnte", sagte der Präsident von Boeing in Japan, George Maffeo.

Das Programm 777X besteht aus den Versionen 777-8X und 777-9X, für die bereits 306 feste Bestellungen von sechs Kunden, darunter von Lufthansa, vorliegen. Die Produktion soll 2017 beginnen, erste Auslieferungen sind ab 2020 geplant.

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