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Unregelmäßigkeiten

Airbus-Exporte: Vorerst keine staatlichen Garantien

Airbus kann Exporte vorerst nicht mit staatlichen Kreditbürgschaften absichern. Nach Großbritannien setzen auch Frankreich und Deutschland ihre Gewährung von Exportkrediten erstmal aus. Grund sind "Unregelmäßigkeiten" in der Kredit-Beantragung, die Airbus selbst den Agenturen beichtete.

In manchen Anträgen sollen nicht alle an den Geschäften beteiligte Berater und Vermittler offengelegt worden sein.

Exportkreditgarantien besichern in aller Regel Flugzeugauslieferungen, für die auf dem freien Kapitalmarkt sonst keine oder nur eine sehr teure Finanzierung zu erhalten wäre.

Das Instrument hat in den letzten Jahren an praktischer Bedeutung verloren - nur noch 7 Prozent seiner Auslieferungen finanziert Airbus heute über Exportkredite, schätzt Jeffries Equity Research laut "Bloomberg". Das ist allerdings noch immer eine Milliardensumme.

45 Prozent der neuen Airbus-Flugzeuge finanzieren Leasingunternehmen, für 40 Prozent stellen die Airlines selbst eine Finanzierung auf die Beine.

Airbus meldete den Fehler in den Antragsformularen laut einer Mitteilung vom 01. April zunächst an die britische Exportkreditagentur UKEF, die ihre Finanzierungen daraufhin auf Eis legte. Der deutsche Kreditversicherer Euler Hermes und Coface (Frankreich) schlossen sich an.

Man kooperiere mit den beteiligten Agenturen, um das Problem "so bald wie möglich" zu bereinigen, teilte Airbus mit.

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