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Airbus entwickelt neuen Bord-Rollstuhl

Vereinfachte Toilettenbenutzung in engen Kabinen Airbus entwickelt neuen Bord-Rollstuhl

Um behinderten Fluggästen die Benutzung der Waschräume an Bord zu erleichtern, hat Airbus einen neuen Bord-Rollstuhl entworfen, der auch in die engen Toiletten heutiger Airline-Konfigurationen passt.

Fluggäste mit körperlichen Einschränkungen, insbesondere Rollstuhlfahrer, sind heute oft auf Hilfe beim Erreichen und Benutzen der bei vielen Airlines immer enger werdenden Waschräume angewiesen. Um diesen Fluggästen mehr Bordkomfort zu ermöglichen, hat eine Gruppe von Airbus-Forschern aus Hamburg nun einen neuen Onboard-Rollstuhl entworfen. Er passt ohne Umbau auch in die modernen, engeren Waschräume und erspart dem Benutzer das mühsame Umsetzen vom Rollstuhl auf den Toilettensitz. Stattdessen kann der Rollstuhl direkt über der Toilettenschüssel parken und auch als Toilettensitz genutzt werden.

Das neue Gerät entstand als Ergebnis eines Workshops der Hamburger "Hochschule für Angewandte Wissenschaften" (HAW) im Sommer, an dem auch Rollstuhlfahrer des Behindertenprojekts Elbe-Werkstätten beteiligt waren. Airbus unterstützte das Projekt mit seiner ProtoSpace-Abteilung, die binnen drei Wochen Prototypen des Konzepts erstellte.

Danach begannen im Airbus-Kabinenentwicklungszentrum "Rapid Architecture Lab" Tests mit Rollstuhlfahrern der Elbe-Werkstätten, die einfache Handhabung, Stabilität und sichere Benutzung des neuen Kabinen-Rollstuhls bestätigten. Zu einer positiven Einschätzung kamen auch die Teilnehmer einer Konferenz des US-Verkehrsministeriums, an der Behördenvertreter, Airlines, Flugzeughersteller und Behindertenorganisationen teilnahmen und auf der Airbus den neuen Sitz vorstellte.

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