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787-10 startet zum Erstflug

Verlängerter Dreamliner Boeing 787-10 absolviert Erstflug

Der längste Boeing Dreamliner ist am Freitagmorgen in North Charleston zum Erstflug gestartet. Er dauerte knapp fünf Stunden.

Die 787-10 mit der Kennung N528ZC und dem Rufzeichen „Boeing 001 Heavy“ hob um 9.38 Ortszeit (15:38 in Deutschland) von der Startbahn 15 in North Charleston, South Carolina, in Richtung Südosten ab. Erstmals begann damit ein Boeing-Verkehrsjet sein Flugtestprogramm außerhalb von Washington State.

Im Cockpit der 787-10 waren Tim Berg (Chefpilot 787) und Mike Bryan (stellvertretender Chefpilot 787). Die Maschine wurde wie gewohnt von einer Boeing-eigenen T-33 begleitet. Wegen einer gerade durchgezogenen Schlechtwetterfront wurde das Testprogramm zunächst westlich im Inland durchgeführt bevor man dann in großen Schleifen an der Küste agierte.

Berg und Bryan testeten die Flugsteuerung, Systeme und das Handling. Sie erreichten eine Höhe von 25000 ft und waren bis zu 250 kts schnell. Das Fahrwerk wurde eingefahren, diverse Klappenstellungen systematisch überprüft.

An der Echtzeit-Datenauswertung war auch in Kontrollraum in Seattle beteiligt. Dort wird der größte Teil des Testprogramms mit dern drei Versuchsmaschinen der 787-10 durchgeführt.

Die 787-10 wird ausschließlich im Werk North Charleston gebaut, das speziell für die 787 errichtet wurde. Für die 787-10 liegen derzeit knapp 150 Bestellungen vor. Die Lieferungen sollen im ersten Halbjahr 2018 beginnen.

Boeing sieht die um 5,5 Meter gestreckte Variante des Dreamliners als besonders effizientes Flugzeug, das allerdings nicht an die Reichweite der 787-9 und 787-8 herankommt. Gegenüber heutigen Verkehrsflugzeugen ähnlicher Größe soll dr Krafstoffverbrauch um 25 Prozent besser liegen.

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