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Vierte A320-Linie für Hamburg

US-Firma konzipiert neue Hamburger Endmontage

Das amerikanische Unternehmen Nova-Tech Engineering aus Everett wird die vierte A320-Linie in Finkenwerder konzipieren und errichten. Die Amerikaner sind und anderem auch bei Embraer und Boeing mit modernsten Fertigungsstraßen erfolgreich im Geschäft.

Airbus habe Nova-Tech Engineering den festen Auftrag bereits erteilt, die neue Hamburger Endmontage zu planen und zu errichten, meldete die Zeitung "The Herald of Everett", in deren Umfeld das Unternehmen aus Lynnwood, Washington, seinen Sitz hat, unter Berufung auf Mitarbeiter der Firma. Offizielle Bestätigungen gebe es noch nicht. Die Zusammenarbeit sei seit der letzten Pariser Luftfahrtmesse ausgehandelt worden. 

Airbus baut die A320-Familie bisher auf zwei Endmontagelinien in Toulouse, drei Endmontagelinien in Hamburg und auf je einer Endmontagelinie in Tianjin und in Mobile. Die vierte Hamburger Linie soll Teile der dortigen A380-Infrastruktur, insbesondere eine Halle, mitnutzen, da dort statt der ursprünglich geplanten 45 Flugzeuge im Jahr nun eher 20 bis 25 Flugzeuge entstehen. Damit verbessert sich für Airbus auch die Kostenbilanz der A380.

Nova-Tech hat unter anderem auch für Boeing modernste Produktionsanlagen für die Werke in Renton und Everett geliefert, zuletzt für die neue Boeing 737 MAX. Der europäische Großauftrag ist eine Premiere für die Amerikaner, die nach Europa zuvor "nur" Produktionswerkzeuge und Maschinen geliefert hatten. Die vierte Hamburger Endmontage soll ab Juli 2017 mit der Produktion beginnen, so der "Herald of Everett". Bis Mitte 2019 könnte Airbus somit auf eine Produktion von bis zu 60 Flugzeugen der A320-Familie pro Monat kommen.

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