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Arbeiter verlieren Leiter auf Landebahn.

Wartungsarbeiten in Birmingham Elektriker verlieren Leiter auf der Landebahn

Britische Wartungstechniker haben im September eine zwei Meter lange Leiter auf der Landebahn des Flughafens von Birmingham verloren. Erst nach drei Landungen wurde das gefährliche Hindernis in der Aufsetzzone bemerkt, wie die britische Untersuchungsbehörde AAIB ermittelte.

Am Abend des 8. September 2020 wurden routinemäßige Wartungsarbeiten an der Anflugbefeuerung der Landebahn 33 des Flughafens von Birmingham durchgeführt. Danach fuhren die Techniker mit ihrem Pickup entlang der Pistenmittellinie zurück und die Bahn wurde wieder freigegeben. Unbemerkt von den beiden Technikern fiel jedoch eine zwei Meter lange Trittleiter von der Ladefläche des Pickup. Der Befestigungshaken eines zur Sicherung benutzten Gummiseils hatte sich aufgebogen. Die Leiter blieb in der Aufsetzzone, nahe der Mittellinie, liegen. Dies ermittelte die britische Untersuchungsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB).

Drei Passagierflugzeuge, zwei Boeing 737-800 und eine Boeing 757, landeten anschließend auf der wieder geöffneten Bahn. Die ersten beiden Flugzeuge meldeten ein mögliches Hindernis auf der Bahn, ohne dass die Piste sofort gesperrt worden wäre. Erst nachdem der Kapitän der 757 zweifelsfrei eine Leiter erkannt hatte, wurde das Hindernis entfernt. Die Piloten waren erst kurz vor dem Aufsetzen vage vorgewarnt worden, entschlossen sich aber ihre Landung fortzusetzen. Die Techniker hatten nach der Rückkehr das Fehlen der Leiter bemerkt, aber zunächst angenommen, ein Kollege habe sich diese geborgt.

Das AAIB fordert alle Flughafenbetreiber auf, sicherzustellen, dass es einheitliche Verfahren für die Aufsicht über Wartungsarbeiten, eine zuverlässige Kontrolle der Ausrüstung und passende Einsatzfahrzeuge dafür gebe. Außerdem müsse die Ausrüstung stets gesichert transportiert werden.