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Boeing schickt ein MAX nach China, das den Twin bisher sperrt.

Wichtigster Absatzmarkt Boeing schickt 737 MAX 7 nach China

Boeing hat eine 737 MAX 7 nach China entsandt, damit der dort seit den Abstürzen gesperrte Zweistrahler eine neue Chance zur Wiederzulassung erhält. China gilt für den Zweistrahler als Schlüsselmarkt, doch die politischen Rahmenbedingungen sind schwierig.

Die in Boeing-Farben lackierte Boeing 737 MAX 7, N7201S, machte sich am Donnerstagmorgen als Flug BOE701 aus Seattle auf den Weg nach Schanghai in China. Zunächst steuerte der Jet jedoch Hawaii an und landete nach fünfeinhalb Flugstunden auf dem Flughafen Kapolei, westlich von Honolulu. Nach einem Übernachtungsstop setzt die 737 MAX 7 ihre Reise über den Pazifik fort.

Ziel ist Schanghai, wo Boeing der chinesischen Luftfahrtbehörde ihre MAX-Modifikationen vorführen will. China hat seit der Absturzserie mit 346 Toten die 737 MAX noch nicht wieder für den kommerziellen Liniendienst freigegeben, auch nicht mit Modifikationen. Die FAA, EASA und Transport Canada hatten für eine Wiederzulassung auf eigenen Testflügen mit eigenen Testpiloten bestanden, danach aber eine Wiederzulassung erteilt.

Zusätzlich kompliziert machen die Lage die verschlechterten politischen Beziehungen zwischen China und den USA, etwa bei den Themen Handel, Inselstreit, Taiwan oder Covid-19. Ob die Pandemie wegen nun in China wieder verschärfter Sicherheitsvorkehrungen das Wiederzulassungsprogramm praktisch verzögert, bleibt ebenso abzuwarten. Boeing hat den Besuch bisher offiziell noch nicht bestätigt.