11.01.2017
FLUG REVUE

731 BestellungenAirbus 2016 mit Lieferrekord

Trotz aller Probleme mit der A320neo und der A350 hat Airbus im letzten Jahr mit 688 Flugzeugen einen neuen Lieferrekord aufgestellt. Eine Dezember-Rallye brachte die Zahl der Bestellungen auf 731.

Airbus Formation 2016

Airbus lieferte 2016 insgesamt 688 Flugzeuge aus und verbuchte 731 Bestellungen (Foto: Airbus).  

 

Die Flugzeuglieferungen von Airbus sind 2016 zum 14. Mal in Folge gestiegen und erreichten einen neuen Firmenrekord von 688 Flugzeugen, die an 82 Kunden geliefert wurden. Allein im Dezember wurden über 100 Flugzeuge formell übergeben.

Die Auslieferungen waren damit um mehr als acht Prozent höher als die bisherige Rekordmarke von 635 im Jahr 2015. Dazu gehörten 545 Maschinen der A320-Familie, davon 68 A320neo (39 mit PW-, 29 mit CFM-Triebwerken), 66 A330, 49 A350 XWB und 28 A380. Über 40 Prozent der Lieferung de A320 betrafen das  größere A321-Modell. Boeing lieferte letztes Jahr 748 Flugzeuge aus.

Bei den Standardrumpfflugzeugen soll die Produktionsrate von jetzt 50 im Monat bis Mitte 2019 auf 60 im Monat steigen. Die neue, vierte A320-Linie in Hamburg baut ab Sommer 2017 Flugzeuge. Noch in diesem Jahr geht auch das neue "Completion Center" für die A330 in Tianjin in Betrieb. Außerdem werden Toulouser A320 dann schon in Toulouse mit Kabineneinrichtungen versehen und nicht mehr in Hamburg.

Nachdem Ende November erst 410 Bestellungen in den Büchern standen bilanzierte Airbus bis Jahresende 731 Netto-Bestellungen von 51 Kunden, davon acht neuen. Diese beinhalteten 607 A320 und 124 Großraumflugzeuge. Am Ende des Jahres 2016 lag der Gesamtauftragsbestand von Airbus bei 6874 Flugzeugen im Gesamtwert von 1.018 Mrd. US-Dollar zu Listenpreisen.

Der Auftragseingang dürfte zurückgehen, da der Markt eine schwache Nachfragephase erreicht hat. Trotzdem reichen die Auftragsberge (6874 offene Bestellungen), um steigende Produktionsraten zu ermöglichen. "Wir sind ausverkauft, wir müssen bauen, was bestellt ist" sagte John Leahy.

Die A380 dagegen soll in den nächsten Jahren nur noch mit einem Flugzeug pro Monat gebaut werden. Die Durststrecke bei A380-Neuaufträgen wird sich erst nach 2018 erholen. Dann rechnet Airbus aber wieder mit guten Marktaussichten, da sich die Nachfrage im Luftverkehr alle 15 Jahre verdoppelt.

Fabrice Bregier und John Leahy bekräftigten, dass die A380 eine Zukunft habe. Die Frage bei einer neuen Generation A380neo sei, wieviel der Kunde für ein neues Triebwerk zu zahlen bereit sei. Beim heutigen Ölpreis um die 50 Dollar seien die Anforderungen anders, als bei dem vergangenen Ölpreis um 100 Dollar, sagte John Leahy. Airbus werde zusätzliche Sitze an Bord anbieten, ohne den Komforteindruck zu beeinträchtigen. Airlines und Passagiere seien mit der A380 zufrieden.

Fabrice Bregier sagte zu dem Thema: "Wir müssen den Bau so verbilligen, dass wir ein paar Jahre mit Rate eins (im Monat) hinkommen. Ich glaube wir haben die Chance, weitere Aufträge zu gewinnen, Kampagnen laufen bereits, und dann bauen wir die zur Familie aus."

"Ich beglückwünsche alle unsere Teams für diese herausragende Leistung ", sagte Fabrice Brégier, Präsident von Airbus Commercial Aircraft und Chief Operating Officer von Airbus. "Unsere starke operative Performance in Verbindung mit einem robusten Markt …. ist jetzt ein hervorragendes Sprungbrett für unsere nächsten Schritte: Die Lieferungen zu steigern, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen und unser Service-Portfolio weltweit auszubauen."

Bemerkenswerte Meilensteine im Jahr 2016 waren die Lieferung des 10000. Flugzeugs - ein A350 XWB und der erfolgreiche erste Flug des größten Mitglieds des Programms: die A350-1000. Airbus begann auch mit der Lieferung von beiden Motorvarianten des A320neo.

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KS/Steinke


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