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Das CFM56-7B hat mittlerweile eine Milliarde Flugstunden erreicht. GE Aviation

Historischer Meilenstein

CFM56-7B erreicht eine Milliarde Flugstunden

Das CFM56-7B, eine Variante des vom Joint Venture CFM International gefertigten Strahltriebwerks CFM56, hat laut Angaben von General Electric (GE) die historische Marke von einer Milliarde Flugstunden geknackt. Gleichzeitig feierte CFM den Bau des 15000. CFM56-7B.

Triebwerk Nummer 15.000 wurde im April fertiggestellt, teilte GE Anfang Juni mit. Das CFM56-7B wurde im Jahr 1997 in Betrieb genommen und kommt bei allen Boeing 737 NG zum Einsatz. Es basiert auf dem 1982 erstmals in Dienst gestellten CFM56, das GE zusammen mit dem französischen Triebwerkshersteller Safran (damals Snecma) entwickelte. Im Laufe der letzten 37 Jahre wurden sechs unterschiedliche Modelle des CFM56 an Boeing und Airbus ausgeliefert. Auch für die Umrüstung älterer Militärtransporter, Tanker und ziviler Frachter auf modernere Turbofans wurde das CFM56 bevorzugt herangezogen. So leistet(e) es beispielsweise an modifizierten Boeing E3 AWACS, KC-135-Tankern oder Douglas DC-8 seinen Dienst. Pro Tag werden mit CFM56-betriebenen Flugzeugen rund sieben Millionen Passagiere befördert. Die Ausfallrate liegt dabel laut GE bei einer Verspätung bzw. einem Ausfall auf 2.500 Abflüge.

Populärste Triebwerksfamilie der Welt

Das CFM56 wird von GE als „weltweit meistverkauftes Jet-Triebwerk“ gerühmt. Das Fachmagazin Aviation Week lobte 2016 in einem von GE gesponserten Artikel insbesondere die Modellreihe -7B für ihre hohe Performance und Zuverlässsigkeit. Bis zu 20.000 Betriebszyklen könne das zugrundeliegende Triebwerk CFM56 montiert am Flügel verbringen. Seine erste Instandsetzung findet demnach durchschnittlich nach 18.000 Zyklen statt. Somit kommt es im Mittel auf neun Jahre durchgehende Betriebszeit, bis das CFM56 zur Instandsetzung vom Flügel abmontiert und im Detail inspiziert wird. Die Modellreihe CFM56-7B habe seit seiner Einführung mehr als 1000 Verbesserungen erfahren, um Anfoderungen an Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Kosten zu erfüllen. Demzufolge habe sich die Zeitspanne, in der das Triebwerk am Flügel verbleiben kann, im Zeitraum zwischen 2006 und 2016 verdoppelt, heißt es bei Aviation Week.

Gefertigt wird das Triebwerk nach wie vor von CFM International, einem 50-50 joint venture zwischen GE and Safran Aircraft Engines. Safran kümmert sich dabei um den Niederdruckbereich, GE zeichnet für den Hochdruckkomponenten verantwortlich. An dem Programm arbeiten zur Zeit über 20.000 Beschäftigte. Die Endmontage findet im Hauptquartier von GE Aviation in Everdale (Ohio) statt.

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