Chinesischer Black-Hawk-Klon Z-20 im Einsatz: Belarussische Spezialkräfte trainieren Fast-Roping in China

Chinesischer Black-Hawk-Klon Z-20 im Einsatz
Belarussen trainieren Fast-Roping in China

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.08.2026
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Vom 11. bis 24. August waren die belarussischen Spezialoperationskräfte auf Reisen. Die zwei Wochen verbrachten sie für das Manöver "Strementelny Orjol" (Schneller Adler) auf einen Übungsplatz der Luftlandetruppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee in der zentralchinesischen Provinz Hubei.

Nach einer rund 23- bis 24-stündigen Flugreise mit Zwischenlandungen zum Auftanken in den russischen Städten Nowosibirsk und Wladiwostok kamen die Einheiten in China an. Unterwegs waren die Belarussen mit einer Iljuschin Il-76MD mit der Kennung EW-004DE, wie man auf Fotos erkennen kann, die vom Verteidigungsministerium in Minsk veröffentlicht wurden. Offiziell trägt die Maschine den Namen "Minsk – Stadt der Helden".

Die beiden Streitkräfte übten Fallschirmsprünge, den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge sowie Übungen zur Drohnenabwehr, ergänzt um den gemeinsamen Zusammenbau von Drohnen, außerdem Stadt- und Industrieklettern sowie verschiedene Schießübungen. Auch der gemeinsame Einsatz gemischter belarussisch-chinesischer Verbände wurde geübt.

Für den Lufttransport während des Manövers kam unter anderem der chinesische Mittelklasse-Transporthubschrauber Z-20 des Herstellers Harbin Aircraft Industry zum Einsatz. Die seit 2019 im Dienst stehende Maschine gilt als chinesisches Pendant zum US-amerikanischen Sikorsky UH-60 Black Hawk, an dessen Design sie sich optisch und technisch eng orientiert.

Unter anderem wird die Z-20 von den Luftlandetruppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee genutzt. Inzwischen existiert sie aber in verschiedenen Varianten bei allen Teilstreitkräften.

Am Abschlusstag der Übung trainierten die Einheiten beider Länder das Abseilen aus dem Hubschrauber per Fast-Roping, normales Abseilen sowie Fallschirmabsprünge.

Übung an der NATO-Grenze

Bereits im Juli hatten belarussische und chinesische Einheiten gemeinsam trainiert, damals auf belarussischem Boden, direkt an der Grenze zur NATO. Auf dem Truppenübungsplatz "Brestski" im Westen des Landes trafen am 6. Juli Einheiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee ein. Die offizielle Eröffnung der Übung "Atakujuschtschi Sokol" (Angreifender Falke) folgte am 8. Juli.

Auch hier bildete die Luftlandeausbildung den Auftakt. Die Soldaten beider Streitkräfte kontrollierten und packten Fallschirmsysteme und übten am Boden Absprungtechniken. Auf belarussischer Seite waren – wie später in Hubei – die Spezialoperationskräfte beteiligt, deren Kommandeur, Generalmajor Wadim Denissenko, die Übung mit der aus seiner Sicht angespannten internationalen Sicherheitslage begründete.

Offiziell als Antiterror-Training konzipiert, umfasste das Programm unter anderem Gefechtsübungen unter verschiedenen Geländebedingungen, das Überwinden von Gewässern und nächtliche Luftlandeeinsätze.