in Kooperation mit

Emission von Flugzeugtriebwerken

Neues Verfahren zur Feinstaubmessung

SR Technics, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt und das Bundesamt für Zivilluftfahrt haben eine Methode zur Messung von Feinstaubpartikeln aus Triebwerken entwickelt.

Große Flugzeugtriebwerke müssen seit den 1980er Jahren bestimmte Schadstoffgrenzwerte erfüllen. Auf der Basis eines Schweizer Verfahrens sollen nun auch Feinstaub-Emissionen des Luftverkehrs gemessen, reguliert und gesenkt werden. Dazu haben der technische Luftfahrt-Dienstleister SR Technics, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt und das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt ein entsprechendes Messsystem entwickelt, wie SR Technics mitteilt.

Experten haben nach Angaben von SR Technics einen Prüfstand und ein Verfahren konzipiert, mit dem der Feinstaubausstoß von Triebwerken standardisiert gemessen werden kann. Neben der Masse der Partikel wird auch die Anzahl der ausgestoßenen Feinstaubteilchen pro Liter Treibstoff erfasst. Dabei werden laut SR Technics auch die kleinsten Partikel mit weniger als einem hunderttausendstel Millimeter Durchmesser gemessen. Das Messsystem und die Instrumentierung seien mithilfe internationaler Kampagnen bis zur Einsatzreife erprobt worden.

Das Umweltgremium der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO hat am 2. Februar eine erste Vorschrift für die Emission von Feinstaubpartikeln aus Triebwerken erlassen, die auf den Arbeiten der Schweiz basiert. Alle ab dem 1. Januar 2020 hergestellten Triebwerke für Passagierflugzeuge müssen nach der neuen Vorschrift zugelassen werden. Viele Triebwerkshersteller verfügen bereits über eigene vorschriftskonforme Messsysteme und haben nach Angaben von SR Technics mit der Nachmessung ihrer Triebwerke begonnen.

Zur Startseite