Der neue Vorstandsvorsitzende, Dr. Johannes Bussmann, kann bei der Vorstellung der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres Höchstwerte verkünden: Die MTU Aero Engines erwirtschaftete 2025 einen bereinigten Umsatz von 8,7 Mrd. Euro (+16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), das operative Ergebnis stieg auf 1,4 Mrd. Euro (+29 Prozent) und der bereinigte Gewinn lag bei 968 Mio. Euro (+27 Prozent).
"Wir haben die Marktchancen 2025 optimal genutzt und unseren Erfolgskurs trotz der anhaltenden Herausforderungen fortgesetzt", so Bussmann, der seit dem 1. September 2025 CEO des Triebwerksherstellers mit Hauptsitz in München ist. Mit Herausforderungen meint Bussmann unter anderem das Inspektionsprogramm des Getriebefan-Triebwerks, fragile Lieferketten sowie ein hoher administrativer Aufwand wegen Zöllen. Die langfristigen Wachstumsaussichten für die Branche seien aber positiv und man sehe sich hervorragend positioniert, um davon zu profitieren.
Zivile Instandhaltung wächst am meisten
Wie in den vergangenen Jahren erzielte die MTU das größte Umsatzwachstum in der zivilen Instandhaltung. Der bereinigte Umsatz lag bei 6 Mrd. Euro und stieg damit um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Besonders im zweiten Halbjahr haben wir sowohl von einer verbesserten Materialverfügbarkeit profitiert als auch von höheren Arbeitsumfängen. Darüber hinaus konnten wir die Durchlaufzeiten deutlich verringern", sagte Katja Gacia Vila, Finanzvorständin der MTU Aero Engines.
Wachstumstreiber in der Instandhaltung waren unter anderem die Getriebfan-Programme, die rund 40 Prozent Anteil an der zivilen Instandhaltung hatten, aber auch das V2500 (Airbus A320ceo) sowie die Widebody-Antriebe CF6-80 und GE90 und Industriegasturbinen.
Mit dem zivilen Triebwerksgeschäft, das die Herstellung neuer Triebwerke und Ersatzteile umfasst, erzielte die MTU einen bereinigten Umsatz von 2,3 Mrd. Euro (+18 Prozent). Im Seriengeschäft sorgten vor allem die Getriebefan-Familie (A320neo, A220, Embraer E-Jets E2) sowie das GEnx (Boeing 787 und 747-8) für Wachstum. Bei den Ersatzteilen waren vor allem jene für Narrowbody-Triebwerke (A320ceo und neo) sowie etablierte Widebody-Triebwerke gefragt.
Eurofighter-Triebwerk stützt Militärgeschäft
Das Militärgeschäft blieb, was den Umsatz angeht, 2025 stabil bei 614 Mio. Euro (2025: 612 Mio. Euro.). Der Großteil des Umsatzes lässt sich auf das Eurofighter-Triebwerk EJ200 zurückführen. "Trotz eines starken vierten Quartals ist der Umsatz im Militärgeschäft hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben", so Garcia Vila. "Zurückzuführen ist das insbesondere auf anhaltende Lieferketten-Themen, die Umsatzverschiebungen zur Folge hatten."
Im Geschäftsjahr 2026 will die MTU den Wachstumskurs fortführen. Ziel ist ein bereinigter Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Mrd. Euro. Das stärkste Wachstum erwartet die MTU im zivilen Seriengeschäft, wo der Umsatz im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich steigen soll.





