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Nach Triebwerksabschaltung

Verbotszone für Getränke im A350-Cockpit

Nach zwei Fällen von unbeabsichtigten Triebwerksabschaltungen bei der A350 macht die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) Vorgaben, wie mit Flüssigkeiten im Cockpit umzugehen ist.

Die dringliche Lufttüchtigkeitsanweisung der EASA bezieht sich auf die von Airbus veröffentlichte Änderung des A350-Flughandbuchs, das eine Verbotszone für Getränke im Cockpit vorsieht. Demnach dürfen Piloten keine Tassen und Gläser mehr in der Nähe der Mittelkonsole, dem sogenannten Centre Pedestal, abstellen. Zudem hat Airbus Regeln für den Fall aufgestellt, dass Flüssigkeiten ins Centre Pedestal ausgelaufen sind.

In jüngster Vergangenheit war es zu zwei Fällen von unbeabsichtigen Triebwerksabschaltungen bei der A350 gekommen, weil Getränke in die Bedienelemente des Centre Pedestal verschüttet worden waren. Im Centre Pedestal befindet sich unter anderem die elektronische Triebwerkssteuerung. Betroffen waren eine A350-900 von Delta Air Lines am 21. Januar sowie eine weiter A350-900 einer asiatischen Airline am 9. November 2019. In beiden Fällen schaltete sich das jeweils rechte Trent-XWB-Triebwerk ab und konnte im Flug nicht wieder gestartet werden. Beide Flugzeuge machten eine außerplanmäßige Sicherheitslandung.

Vorläufige technische Untersuchungen hätten ergeben, dass sich Komponenten des ENG START und ECAM Control Panels [ECAM = Electronic Centralized Aircraft Monitoring System) aufgrund der ausgelaufenen Flüssigkeiten „abnormal“ verhalten hätten, so die EASA.