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PW1000G für A320neo und CSeries

Pratt & Whitney liefert zu wenige Getriebefans

Der US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney hat 2016 das bereits gesenkte Auslieferungsziel von 150 Getriebefans verfehlt. Nur 138 der neuen Triebwerke für Airbus A320neo und Bombardier CSeries wurden an Kunden übergeben.

Die Getriebefan-Familie PW1000G bereitet Pratt & Whitney weiter Kopfzerbrechen. Wegen Probleme mit Bauteilen konnten 2016 nur 138 der neuen Triebwerke ausgeliefert werden. Das teilte der Mutterkonzern United Technologies am Mittwoch mit. Ursprünglich waren 200 geplant, diese Zahl korrigierte United Technologies aber aufgrund von Schwierigkeiten unter anderem bei der Produktion der Bläserschaufeln im September 2016 auf 150. 

"Der Hochlauf eines neuen Triebwerksprogramms ist immer eine Herausforderung", so Greg Hayes, CEO von United Technologies. 2017 will Pratt & Whitney allerdings aufholen: Geplant ist die Auslieferung von 350 bis 400 Triebwerken.

Doch nicht nur bei der Produktion hinkt der Triebwerkshersteller noch hinterher, auch was die Lebensdauer der bereits in Dienst gestellten Getriebefans angeht, gibt es Schwierigkeiten. Es habe sich gezeigt, dass die Brennkammer-Auskleidung unter rauen Bedingungen (Hitze, Staub), nicht die erwartete Haltbarkeit aufweise. Zudem gab es vorzeitige Ausfälle von Öl- und Kohlenstoff-Dichtungen. Für beide Teile gibt es ein Redesign, das im Lauf des Jahres eingeführt werden soll. "Das ist ärgerlich für die Airlines, aber wir sehen das als typisch für die Einführung eines neuen Triebwerks", sagte Hayes.

Der erste Getriebefan wurde Anfang 2016 an einer A320neo von Lufthansa in Dienst gestellt. Bislang fliegen nach Angaben von Pratt & Whitney 46 Flugzeuge  mit den neuen Triebwerken vom Typ PW1100G-JM (A320neo) und PW1500G (Bombardier CSeries).

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