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Rolls-Royce Trent 1000 Package C

Überarbeitete Verdichterschaufeln sollen bald getestet werden

Rolls-Royce arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung der technischen Probleme der Dreamliner-Triebwerke.

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce will Anfang Juni modifizierte Schaufeln des Mitteldruckverdichters des Trent 1000 Package C testen. Die ersten Teile sollen so etwas früher als geplant, bereits Ende 2018, für den Einbau in betroffene Triebwerke zur Verfügung stehen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Ingenieure hätten die Entwicklung der Schaufeln durch verbesserte Rechnerkapazitäten, Schnellfertigungskompetenzen der Zulieferer und den Aufbau einer eigenen Anlage in Derby zur Herstellung von Testtriebwerken beschleunigen können.

Zudem seien neue Methoden zur Triebwerksinspektion am Flügel entwickelt und die Wartungskapazitäten in Singapur, London-Heathrow und Derby erweitert worden. Seit die europäische Flugsicherheitsagentur EASA und die US-amerikanische FAA im April eine dringliche Lufttüchtigkeitsanweisung herausgegeben haben, sei die Anzahl der Triebwerke, an denen gleichzeitig gearbeitet werden kann, verdreifacht worden, so Rolls-Royce. An einer zusätzlichen Aufstockung der Kapazität werde gearbeitet.

Die Schaufeln des Mitteldruckverdichters von Triebwerken des Typs Trent 1000 Package C (Boeing 787-8 und -9) haben eine geringere Lebensdauer als erwartet. Bei hohem Schub, bestimmten Temperaturen und Höhenbedingungen kann es durch Interaktion zwischen dem Bläser und der zweiten Stufe des Mitteldruckverdichters zu Resonanzschwingung kommen, die im schlimmsten Fall zum Bruch der Schaufeln und einem Triebwerksausfall führt. Die EASA hat deshalb verkürzte Wartungsintervalle angeordnet. Rund 400 Triebwerke sind davon betroffen.

"Wir erkennen voll und ganz die inakzeptablen Beeinträchtigungen an, denen unsere Kunden ausgesetzt sind", sagte Chris Cholerton, President Civil Aerospace von Rolls-Royce. Auch wenn man Fortschritte gemacht haben, gebe es noch viel zu tun. Rolls-Royce rechnet allerdings nach eigenen Angaben mit einem kurzfristigen Anstieg der Zahl betroffener Flugzeuge. Nach einem Bericht von Bloomberg könnte die Zahl gleichzeitig gegroundeter Flugzeuge im Juni von aktuell 35 auf 50 steigen, weil die Frist für die von den Luftfahrtbehörden geforderten Inspektionen dann ablaufe.

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