Hypersonica: Europäische Hyperschallrakete erfolgreich getestet

Deutsch-britisches Start-up Hypersonica
Europäische Hyperschallrakete erfolgreich getestet

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.02.2026
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Europäische Hyperschallrakete erfolgreich getestet
Foto: Hypersonica

Das deutsch-britische Rüstungsunternehmen Hypersonica hat am Dienstag mit der Mitteilung überrascht, dass ein Prototyp seiner Hyperschallrakete den ersten erfolgreichen Testflug vom Startplatz Andøya in Norwegen aus absolviert hat. Die Rakete habe dabei Geschwindigkeiten von mehr als Mach 6 (mehr als 7400 km/h) erreicht und sei 300 Kilometer weit geflogen.

Während des Aufstiegs und des anschließenden Abstiegs durch die Atmosphäre hätten alle Systeme wie geplant funktioniert, so das Unternehmen. Laut Medienberichten erfolgte der Testflug bereits am 3. Februar.

Das 2023 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in München und einem Tochterunternehmen in London will bis 2029 eine einsatzfähige Hyperschallwaffe entwickeln. Dabei setzt Hypersonica auf einen schrittweisen Ansatz mit sukzessiven Flugtests. Der nun erfolgte Test hatte zum Ziel, Hyperschallgeschwindigkeit zu erreichen. Als Nächstes soll eine fortschrittliche Flugsteuerung bei Hyperschallgeschwindigkeit demonstriert werden. Im Anschluss geht es darum, eine präzise Manövrierbarkeit zu zeigen, bevor die vollen Missionsanforderungen erreicht werden.

Neun Monate vom Entwurf zur Startrampe

Der jetzt getestete Raketenprototyp wurde nach Angaben von Hypersonica privat finanziert und in nur neun Monaten entwickelt. "Hypersonica hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung der ersten eigenen Hyperschall-Angriffsfähigkeit Europas bis 2029 erreicht. Unser Testflug lieferte wertvolle Daten, die in die Konzeption und Entwicklung künftiger Hochgeschwindigkeits-Angriffssysteme einfließen und unsere Fähigkeit zur Analyse der Waffenprofile unserer Gegner verbessern werden", werden die Gründer Dr. Philipp Kerth, CEO, und Dr. Marc Ewenz, CTO, in einer Pressemitteilung zitiert.

Technische Angaben zum Prototyp machte Hypersonica nicht. Nach Medienberichten ist er mehrere Meter lang und wiegt mehr als eine Tonne.

Bisher verfügen nur wenige Staaten über Hyperschallraketen oder arbeiten an der Technologie, darunter die USA, China und Russland.