Ein erstes Flugzeug musste nach der Gründung beschafft werden. Gemeinsam wurde das erste Muster finanziert und die de Havilland Chipmunk D-EPAK zog ein. Schnell wuchs der Verein, man träumte von mehr Mitgliedern und vielleicht noch einem weiteren Flugzeug. Doch das Wachstum ging schneller als gedacht, am Ende des Jahres waren es bereits 100 Mitglieder, von denen rund 20 aktive Piloten waren. Dieses Wachstum wurde durch das offene Konzept des Vereins ermöglicht: Man muss kein Pilot sein. Es gibt Mitglieder, die den Verein unterstützen und von günstigeren Konditionen profitieren, denn man kann bereits für zehn Euro Mitglied im Monat werden. Die aktiven Mitglieder teilen sich wiederum auf in diejenigen, die kein eigenes Flugzeug haben, aber gerne Erfahrungen auf historischen Flugzeugen sammeln möchten – und jene, die einen eigenen Oldtimer besitzen und von der guten Infrastruktur des Vereins profitieren wollen. Klares Ziel ist auch, dass jeder sich einbringt. Sei es finanziell, mit seinem Wissen oder seiner Arbeitskraft, denn am Ende profitieren alle davon.
Mehrere Standorte in Deutschland
Ein weiterer Vorteil der Quaxe ist, dass sie sich auf ganz Deutschland verteilen. Es gibt zwei Standorte, an denen sich die unterschiedlichen Flugzeuge des Vereins über das Jahr befinden. Dies sind das Vereinshauptquartier im gläsernen Hangar am Flughafen Paderborn und die bekannte Berliner Zweigstelle auf dem Flugplatz Bienenfarm, an dem auch der vereinseigene luftfahrttechnische Betrieb, die Quax-Technik GmbH, zu finden ist.
Events für die Öffentlichkeit
Sowohl in Paderborn als auch auf der Bienenfarm gibt es über das gesamte Jahr immer wieder Veranstaltungen, die ein weiteres Standbein des Vereins sind. In Berlin finden sich die Quax-Flieger immer nach dem Osterwochenende zum "Ausmotten" ein. Dabei bereiten sich die Piloten auf die Flugsaison vor und vertiefen die Praxis auf den unterschiedlichen Mustern des Vereins. Gleichzeitig hat sich das Trainingslager zu einem großen Treffen der Mitgliederfamilien entwickelt, die nicht selten eine komplette Woche in Bienenfarm verbringen. Dabei ist jeder willkommen.
Gerade dieser Gedanke eines "Vereins für jedermann" macht den besonderen Charme aus. Beim Saisonstart in Bienenfarm wird dies immer wieder ganz deutlich. Untergebracht im Wohnwagen, Camper oder Zelt, bietet die Gemeinschaft ein buntes Familienidyll – inklusive Kindern, die auf Heuballen spielen und mit kleinen Flugzeugen in der Hand über den Platz flitzen.
2026 wird es auf der Bienenfarm auch wieder einige andere Events geben, darunter das Blaulichttreffen, das inzwischen größte Treffen von Einsatzfahrzeugen aller Art, das legendäre "Stearman and Friends" vom 3. bis 5. Juli und das große Jubiläums-Quax-Meet vom 11. bis 13. September. Im Hauptquartier in Paderborn gibt es regelmäßig die Hangartage, bei denen der besondere Hangar mit dem Ausstellungsbereich und den Werkstätten zum Besuch einlädt.
Erstmals im Jubiläumsjahr wird es am Flugplatz Bienenfarm regelmäßige Schnupperflugtage geben. Aufgrund der großen Nachfrage an Schnupperflügen mit den historischen Flugzeugen bieten die Quaxe nun auch außerhalb der regulären Veranstaltungen "Schnupperflugtage" an.
Für Nachwuchs wird gesorgt
Nachwuchssorgen sind bei den Quax-Fliegern eher nicht zu befürchten. Es wird sogar aktiv an der Gewinnung und Förderung der sogenannten Quäxchen gearbeitet. Dies sind die kleinsten noch nicht flugfähigen Mitglieder, die bei den Treffen ordentlich betreut werden. Die etwas älteren jungen Menschen können bei den Quaxen zu "jungen Adlern" werden. Um die Leidenschaft für die Oldtimerfliegerei weiterzutragen, fördert der Verein nicht nur historisches Fluggerät, sondern auch zukünftige Pilotengenerationen. Dazu greifen die Quaxe jungen Menschen beim Erlangen ihrer Fluglizenz unter die Flügel und geben ihnen danach die Möglichkeit, auch in sehr jungen Jahren Flugzeuge zu fliegen, die unter normalen Bedingungen erst Jahrzehnte später möglich wären.
Die Flotte
Natürlich wuchs auch die Flotte der Quaxe über die Jahre. Seit dem Gründungsjahr sind viele Flugzeuge dazugekommen, darunter exotische Muster wie die einzige Schleicher K11 oder die einzige noch fliegende Bücker Bü 180 Student. Dazu die bekannten Muster wie Dornier Do 27, Piper J-3 Cub, Messerschmitt Bf 108, Pilatus P-2, Bölkow Junior, Focke-Wulf Stieglitz, Stampe SV4C, Klemm 107, Tiger Moth und viele weitere.
Die Klassiker-der-Luftfahrt-Redaktion wünscht den Quaxen alles Gute zum Jubiläum und immer genug Luft unter den Flügeln!





