Europas einzige MiG-17 erwacht in Polen zum Leben: Debüt 2026

Airshow-Debüt 2026
Europas einzige MiG-17 erwacht in Polen zum Leben

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.11.2025
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MiG-17 wird in Polen restauriert.
Foto: FUBAR Aviation LTD

Mit der ab 1952 eingesetzten MiG-17 versuchten die Konstrukteure von Mikojan-Gurewitsch in der UdSSR, die beim Vorgängermuster MiG-15 aufgetretenen Probleme und Mängel zu beheben. Die Ähnlichkeit der beiden frühen Kampfjets ist frappant, im Westen sah man die MiG-17 folgerichtig zunächst als neue Version der MiG-15 an. Die MiG-17 zeigte sich im Flugverhalten jedoch gutmütiger als die Vorgängerin – und wurde ab 1951 auch mit Nachbrenner-Triebwerk getestet, woraus schließlich die Standard-Serienversion MiG-17F entstand.

Als einziger ausländischer Staat des Warschauer Pakts produzierte Polen bei PZL-Mielec die MiG-17 in Lizenz. Mit den MiG-15-Lizenzbauten namens Lim-2 hatte PZL bereits Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt. Die polnischen MiG-17 firmierten als Lim-5 und Lim-6.

Geht es nach dem Willen von Fubar Aviation, soll eine 1958 an die polnische Luftwaffe gelieferte Lim-5, die seit 1995 in Großbritannien weilte und dort als G-MiGG durch mehrere Hände, aber nie mehr in die Luft ging, schon bald wieder in den polnischen Himmel aufsteigen. Seit Herbst 2023 weilt die Lizenz-MiG zur Restaurierung am Flughafen Modlin in Warschau – und offenbar nähert sich das Projekt seiner Vollendung.

MiG-17 wird in Polen restauriert.
FUBAR Aviation LTD

Ab Frühjahr bereit für die große Bühne

In einem Ausblick auf die Saison 2026 teilte Fubar Aviation mit, wenn alles nach Plan laufe, werde die MiG-17 (Lim-5) mit dem neuen polnischen Kennzeichen SP-MIL ab dem kommenden Frühjahr "für Shows bereit" sein. Im Zuge der Erweiterung der Display-Flotte um eine dritte Maschine habe man zudem die Riege der Piloten erweitert. Mehrere ehemalige MiG-21- und MiG-29-Piloten, die heute im Hauptberuf Boeing 737 fliegen, seien für 2026 zum Team dazugestoßen.

Im Detail will Fubar Aviation ab 2026 mit einer einsitzigen MiG-15 alias Lim-2 (Kennzeichen SP-MIG), einer doppelsitzigen MiG-15UTI (ebenfalls Lim-2, SP-UTI) und besagter MiG-17 (Lim-5, SP-MIL) bei Flugshows in Polen und dem europäischen Ausland auftreten.

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Sowjetisches Airshow-Einhorn

Die MiG-17 wird für ihr Comeback am Himmel wieder den Anstrich der polnischen Luftwaffe erhalten, zusammen mit ihrer roten Bordnummer 1211, mit der sie einst 1958 ihre Laufbahn antrat. In Großbritannien hatte der Sowjet-Fighter zwischenzeitlich eine Tarnbemalung nach dem Schema der nordvietnamesischen Luftwaffe erhalten.

In jedem Fall besitzt Fubar Aviation mit dem neuen Star in der Flotte ein Alleinstellungsmerkmal: In Europa fliegt sonst keine einzige andere MiG-17. Wenig verwunderlich, dass (nicht nur) Fans historischer Jet-Kampfflugzeuge bereits auf den Start der Airshow-Saison 2026 hinfiebern.