Frühjahrsputz in 30 m Höhe für Cold-War-Jets des RAF Midlands Museums

RAF Museum Midlands
Dustbuster beim Frühjahrsputz

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.03.2026
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Dustbuster beim Frühjahrsputz
Foto: Bob Greaves

Das Team von "Staubjägern" (Dustbusters) mit ausgeprägter Schwindelfreiheit führt im RAF Museum Midlands den jährlichen Frühjahrsputz der unter der Decke hängenden Flugzeuge durch. In rund 30 Meter (100 Fuß) werden in dieser Woche acht Exponate– darunter eine Avro Vulcan – im Rahmen der turnusmäßigen Reinigung und Inspektion schonend entstaubt. Weitere Exponate, die aufgefrischt werden, sind eine Canberra, Meteor, Sabre, Hunter, Lightning, Dakota und Javelin, die allesamt in der National Cold War Exhibition des Museums ausgestellt sind.

Keine Reinigungsmittel: Staubwischen mit weichen Fasermopps

Die Arbeit erfordert nicht nur Schwindelfreiheit, sondern auch viel Präzision: Angeseilt in Klettergurten steigen die Spezialisten in die Dachkonstruktion, seilen sich ab und erreichen so Rumpf, Tragflächen und Leitwerk der Exponate. Chemische Reinigungsmittel kommen nicht zum Einsatz. Stattdessen wird ausschließlich mit großen, weichen Fasermopps gearbeitet, um Oberflächen und Lacke zu schützen.

Bob Greaves

Sicherheitscheck inklusive: Kontrolle der Aufhängungen und Tragseile

Neben der Reinigung steht auch die Sicherheit im Mittelpunkt. Das Team überprüft gleichzeitig die Aufhängungen – insbesondere die Tragseile und Befestigungspunkte –, die die Flugzeuge in ihrer Position unter dem Hallendach halten.

Weitere Exponate in anderen Hallen ebenfalls entstaubt

Der Frühjahrsputz beschränkt sich nicht nur auf die Cold-War-Halle. Auch ältere Exponate in weiteren Ausstellungshangars erhalten eine Staubkur – darunter ein Wellington-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg. Zudem wurden schwer zugängliche Flugzeuge und Luftfahrt-Highlights entstaubt, darunter eine in Europa sehr seltene Junkers Ju 88, eine Avro Lincoln oder eine Hawker Hart.

Bob Greaves

Tom Hopkins, Kurator am RAF Museum Midlands, betont die Bedeutung der Maßnahme:

"Jedes Flugzeug in unserer Sammlung hat seine eigene Geschichte – und eine fachgerechte Erhaltung ist entscheidend, damit wir diese Geschichten auch künftigen Generationen vermitteln können. Die hängenden Displays gehören zu den eindrucksvollsten Bereichen des Museums, erfordern aber auch einen hoch spezialisierten Pflegeansatz. Es ist großartig, mit einem Team zu arbeiten, das diese Flugzeuge sicher erreichen und die Arbeiten mit hoher Präzision durchführen kann – damit wir sie für alle Besucherinnen und Besucher in hervorragendem Zustand erhalten." Während der Arbeiten bleibt das RAF-Museum Midlands regulär geöffnet. Besucher können die Spezialisten von Totally Wild Access – einem Anbieter für industriellen Seilzugang – live bei der Arbeit in der Ausstellungshalle beobachten.

Bob Greaves