Das strategische Kommando der US-Streitkräfte führt regelmäßig Übungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft durch. Die wichtigste davon ist Global Thunder. Bei dem jährlichen Manöver testet das US Strategic Command die nuklearen Befehls- und Kontrollsysteme. Alle entsprechenden Komponenten der Streitkräfte arbeiten Domänen-übergreifend in einem simulierten Echtzeitszenario zusammen. Daher gibt es auch auf den Bomber-Basen der USA ein erhöhtes Flugaufkommen.
Eine besondere Mission während des Manövers absolvierte nun eine Boeing B-52H. Der Bomber des 5th Bomb Wing startete auf seinem Heimat-Fliegerhorst Minot in North Dakota und flog in den hohen Norden Europas. Dort traf sich die Stratofortress (Callsign Hush 11) mit Lockheed Martin F-35A Lightning II der norwegischen Luftwaffe sowie zum ersten Mal überhaupt F-35B der britischen Streitkräfte. Letztere operierten vom Flugzeugträger HMS Prince of Wales. Zum Abschluss des Einsatzes absolvierten die Kampflugzeuge einen Formationsüberflug über der Prince of Wales. Für die zahlreichen Luftbetankungen der B-52 sorgten unter anderem KC-135 aus dem britischen Mildenhall.
Auf NATO-Patrouille
Der Carrier patrouilliert mit seiner aus dem Zerstörer HMS Dauntless bestehenden Kampfgruppe seit Mitte Oktober im Nordatlantik bis hin zur Arktis. Diese zweite Phase der Operation Firecrest genannten Aufgabe soll die Nordflanke der NATO sichern. Auch die norwegische Fregatte KNM Fridtjof Nansen stieß zum Verband, der vor kurzem ein aufgetauchtes russisches U-Boot der Kilo-Klasse entdeckte. Dies bestätigte das Maritime Command der NATO am 26. Oktober.
Die US-Übung Global Thunder 27 läuft bereits seit dem 22. Oktober. An der letzten Ausgabe waren auch B-2-Stealth-Bomber aus Whiteman beteiligt. Weitere Details zum diesjährigen Verlauf stehen noch aus.





