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Bomber in Flammen: Hier brennt eine B-1B Lancer

Bomber in Flammen Hier brennt eine B-1B Lancer

Die Dyess Air Force Base in Texas ist einer von zwei Stützpunkten der USAF, auf denen Rockwell B-1B Lancer stationiert sind. Vergangene Woche ging einer der Schwenkflügel-Bomber aus Dyess bei Wartungsarbeiten in Flammen auf.

Ein Video, das seit ein paar Tagen im Internet die Runde macht, gibt einen ersten Eindruck vom Geschehen: mächtige Flammen lodern in den Nachthimmel über der Dyess Air Force Base, umhüllen die gesamte linke Seite der auf dem Vorfeld abgestellten B-1B, die im Dunkel der Nacht nur schemenhaft erkennbar ist. Man sieht Menschen im Schein des Feuers hin- und herlaufen, Sekunden später nähern sich die ersten Rettungskräfte dem brennenden Bomber. Dann endet die Sequenz. Später meldet der Pressedienst der Air Base, die Feuerwehr habe die Szenerie rasch eingedämmt, zwei Personen seien "mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen" ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ob die "Lancer" schrottreif ist oder gerettet werden kann, ist noch nicht klar – die Ereignisse, ihre Ursachen und ihre Folgen werden derzeit untersucht.

Explosion im Triebwerk?

Wie die US Air Force mitteilt, geriet der Bomber am späten Abend des 20. April während routinemäßiger Wartungsarbeiten an den Triebwerken in Brand. Laut unbestätigten Informationen ereignete sich dabei eine Explosion in Triebwerk eins. Weitere Details, auch zur Seriennummer des Flugzeugs, sind derzeit nicht bekannt. Die B-1B gehörte zum 7th Bomb Wing, der in Dyess seine Homebase hat. Der Betrieb auf dem Fliegerhorst läuft unterdessen wie gewohnt weiter, wie der Kommandeur des Geschwaders, Colonel Joseph Kramer, dem Portal Air Force Times bestätigte. "Unsere B-1-Flotte und unsere Kampfflugzeuge bleiben bereit, jede Langstrecken-Mission auszuführen", so Kramer weiter.

Die US Air Force mustert 17 ihrer B-1B Lancer aus. Als erstes Flugzeug wurde die 85-066 von Ellsworth AFB nach Davis-Monthan AFB in Arizona überführt.
Kampfflugzeuge

Problemfall B-1B

Die US-Luftwaffe hatte in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Probleme mit ihren B-1B, von denen sie derzeit noch 44 (bzw. jetzt 43) Exemplare aktiv einsetzt. So war im vergangenen Frühjahr die gesamte Flotte zeitweise gegroundet, um Problemen mit der Spritversorgung auf den Grund zu gehen. Ebenfalls im Frühjahr 2021 erlitt eine nach Norwegen überstellte B-1B einen Triebwerksschaden, der mutmaßlich durch Schlamperei bei Wartungsarbeiten zurückzuführen war – offenbar geriet ein Tablet-Computer in den Ansaugtrakt eines der vier Lancer-Triebwerke.

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