in Kooperation mit
Spangdahlem refuels BTF bombers with VIPER kit for first time USAF
Spangdahlem refuels BTF bombers with VIPER kit for first time 21 Bilder

B-1B Lancer landen zum ersten Mal in Spangdahlem

„Bone“-Premiere in der Eifel B-1B Lancer landen zum ersten Mal in Spangdahlem

Die US Air Force Base im rheinland-pfälzischen Spangdahlem erhielt am Montag besonderen Besuch: Zwei B-1B Lancer kamen zum "Hot Pit Refueling" vorbei. Es war der erste Besuch der "Bones" auf dem Stützpunkt – und gleich in doppelter Hinsicht eine Premiere.

Die Rockwell B-1B Lancer war in jüngerer Vergangenheit mehrfach zu Gast im "alten Europa". Als Bomber Task Force der NATO operierten die wegen ihrer schlanken Erscheinung auch "Bones" genannten Schwenkflügler im Frühjahr erstmals von Norwegen aus. Vergangenen Mittwoch landeten zwei B-1B des 7th Bomb Wing aus Dyess, Texas im britischen Fairford, um abermals mit den NATO-Verbündeten der Region zu trainieren. Vor allem der Luftraum über der Ostsee und dem Baltikum wird in den kommenden Wochen zum Wirkungsgebiet der "Bones" gehören, wie die US-Luftwaffe mitteilte. Schließlich habe auch Russland seit einiger Zeit seine Präsenz in dieser Region stark verstärkt.

USAF
Eine der beiden B-1B beim frühmorgendlichen Start in Fairford am 11. Oktober.

Kurzbesuch in Deutschland

Gestern, am Montag, trainierten die beiden B-1B über Litauen. Doch anstatt anschließend direkt den Weg zurück nach Fairford anzutreten, wo sie Stunden zuvor im Morgengrauen gestartet waren, nahmen die "Bones" nach erfolgter Mission Kurs auf Deutschland. Wenig später tauchten sie am grauen Herbsthimmel von Rheinland-Pfalz auf und steuerten den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifel an. Dort residieren normalerweise "nur" die F-16C des 52th Fighter Wing der USAFE – und auch wenn 2005 bereits F-117A und 2018 F-22 Raptor zu Gast waren: die Silhouette der B-1B gab es in "Spang" bislang noch nie zu sehen. Die Ankunft der beiden Bomber, Kennzeichen 86-0110/DY und 86-0140/DY, markierte am Montag somit eine echte Premiere.

USAF
Auftanken bei laufenden Triebwerken - in Spangdahlem erstmals mit dem neuen VIPER-Adapterkit.

Hot Pit Refueling

Allerdings hatten die "Bones" den Umweg über Deutschland nicht zum Spaß auf sich genommen – und der Aufenthalt am Boden war auch nur von kurzer Dauer. Denn in Spangdahlem erhielten die beiden B-1B ein sogenanntes "Hot Pit Refueling". Das bedeutet, dass sie sich am Boden bei laufenden Triebwerken mit Kerosin volllaufen ließen, um nach einigen Minuten auch schon wieder von dannen zu ziehen. Diese Prozedur gehört bei der US Air Force zur Routine. In diesem Fall gab es jedoch eine Besonderheit: Erstmals, so heißt es aus Spangdahlem, kam beim Auftanken der B-1B das neue VIPER-Kit (Versatile Integrating Partner Equipment Refueling) zum Einsatz. Dieser Unviersal-Adapter, seit Februar verfügbar, sei bis dato ausschließlich bei den heimischen F-16C zum Zuge gekommen.