Eine Katze, so sagt man, hat sieben Leben. Auf die F-14 Tomcat des Iran trifft das nicht minder zu. Geliefert in den 70er Jahren an die Schah-Regierung, avancierten die insgesamt 79 persischen Schwenkflügler nach der Revolution 1979 zur Speerspitze der Islamischen Republik, feierten Luftsiege im ersten Golfkrieg gegen den Irak, überstanden Wartungsstau und jahrzehntelanges Ersatzteilembargo – und schließlich, wenn auch äußerst dezimiert, die Luftangriffe Israels im Rahmen der Operation "Rising Lion" im Juni 2025.
Jetzt aber scheint es, als hätte für die persischen Katzen endgültig das letzte Stündlein geschlagen. Nach einem massiven Luftschlag auf die 8. Taktische Kampfjet-Basis bei Isfahan im Zentraliran am 8. März reklamierte die israelische Luftwaffe für sich, sie habe "Anlagen angegriffen, in denen F-14-Kampfjets des iranischen Terrorregimes gelagert waren." Ob dabei alle noch existierenden Tomcats der iranischen Luftwaffe vernichtet worden sind, bestätigte sie nicht ausdrücklich. Allerdings war Isfahan (zumindest offiziell) die letzte Einsatzbasis der F-14, weswegen die israelischen Luftschläge dieses Mal wirklich das Ende der Tomcat-Ära besiegelt haben könnten.
Tomcats wiederholt im Fadenkreuz
Bislang hat Israels Militär noch kein Bild- oder Videomaterial der Attacken gegen den Fliegerhorst bei Isfahan veröffentlicht. Zwar kursieren in den sozialen Netzwerken entsprechende Sequenzen, die die Zerstörung am Boden stehender F-14A im Iran zeigen – diese stammen allerdings allesamt von den Kampfhandlungen im Frühsommer des vergangenen Jahres.
Damals, am 15. und am 21. Juni 2025, hatten die Israelis ebenfalls die 8. Kampfjet-Basis angegriffen und mindestens fünf Tomcats getroffen, jedoch war darunter mutmaßlich nur ein einziges einsatzklares Exemplar, von denen es nach inoffiziellen Angaben zu diesem Zeitpunkt noch fünf bis sieben gab.
Mindestens zwei F-14 zerstört
Eigentlich hieß es seinerzeit, die Iraner hätten kurz darauf die letzten vier bis sechs flugfähigen Tomcats nach Bandar Abbas evakuiert und dort in gehärteten Hangars untergebracht.
Womöglich waren sie zwischenzeitlich nach Isfahan zurückgekehrt, jedenfalls zeigen Satellitenaufnahmen des Anbieters Vantor, dass auf dem Vorfeld der 8. Kampfjet-Basis mindestens zwei F-14A durch die Angriffe vom 8. März zerstört wurden. Auch mehrere der Hangars sind offenbar von den Israelis zerschossen worden.
Nichts Genaues weiß man nicht
Das schließt freilich nicht vollkommen aus, dass es irgendwo im Iran noch immer flugfähige Tomcats gibt – ob nun in Bandar Abbas oder an einem anderen Ort. Klar ist allerdings auch, dass die technisch veralteten Fighter-Legenden im Kampf der Iraner gegen die US-israelische Übermacht keine Rolle spielen – qualitativ ebenso wenig wie quantitativ.
So bleibt, aus aviatischer Sicht, nur zu hoffen, dass am Ende doch ein paar F-14 die Kampfhandlungen in einem Stück überdauern – wie auch immer das Ergebnis des Krieges letztlich ausfallen mag.





