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Elektronische Aufklärung

Bundeswehr soll Triton-Drohne erhalten

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Der Generalinspekteur der Bundeswehr hat nun offiziell entschieden, die Northrop Grumman MQ-4C Triton mit dem Aufklärungssystem ISIS zu beschaffen.

„Voraussichtlich im Jahr 2025 wird die Bundeswehr damit über ein luftgestütztes Signalerfassungssystem zur weiträumigen Überwachung und Aufklärung (SLWÜA) verfügen“, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. Insgesamt sollen drei Systeme Triton/ISIS beschafft werden.

Ein kostspieliges Debakel wie beim 2013 gestoppten Euro Hawk-Programm soll diesmal vermieden werden. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr habe die „Zulassbarkeit des Triton … positiv eingeschätzt“, heißt es. „Das Luftfahrtamt kann für den deutschen Zulassungsprozess auf ausführliche Ergebnisse und Dokumentationen der vorgelagerten Zulassung der Triton-Modelle in den USA zurückgreifen. Auch die deutlich modernere technische Basis der Drohne gegenüber dem ursprünglich ins Auge gefassten Eurohawk spricht für eine einfachere Zulassung in Deutschland“.

Was das von Airbus Defence & Space (jetzt Hensoldt) entwickelte Aufklärungssystem ISIS betrifft, so soll es keine weiteren Testflüge mit dem vorhandenen Euro Hawk geben. Weitere 23 Millionen Euro, die bisher für diese Option aufgewendet wurden, sind damit verloren.

Der Verzicht auf weitere Flugtests wird nun damit begründet, dass „die Labortests und die abgeschlossene Auswertung der mit dem Eurohawk erflogenen Daten …überzeugt“ haben. Außerdem wurde „die Umgebung zum Test unter Laborbedingungen deutlich verbessert“. Im Integrations- und Verifikationslabor (IVL) ist jetzt die nahezu komplette Simulation des Systems auf Basis der originalen ISIS-Hard- und Software möglich. Damit können alle wesentlichen technischen Nachweise erbracht werden, so das Verteidigungsministerium.

Die Bundeswehr will mit Triton/ISIS eine Fähigkeitslücke schließen, die seit der Außerdienststellung des bemannten Flugzeugs Breguet Atlantic im Jahr 2010 besteht. Das im Triton verbaute System ISIS ist in der Lage, aus großer Höhe zum Beispiel feindliches Flugabwehrradar zu lokalisieren oder gegnerische Kommunikation aufzuklären.

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