in Kooperation mit
Crown Copyright
19 Bilder

HMS Queen Elizabeth auf Feindfahrt gegen den IS

Mit 18 F-35B HMS Queen Elizabeth auf Feindfahrt gegen den IS

Der britische Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth hat sich im Mittelmeer dem Kampf gegen den Islamischen Staat angeschlossen. An Bord beherbergt das Schiff 18 britische und amerikanische F-35B Lightning II – die größte Zahl, die jemals auf hoher See unterwegs war.

Zum ersten Mal seit 2010 fliegen britische Kampfflugzeuge wieder scharfe Einsätze vom Deck eines britischen Flugzeugträgers: Die HMS Queen Elizabeth, der neue Stolz der Royal Navy, ist auf ihrer ersten, auf 28 Wochen angesetzten Einsatzfahrt im östlichen Mittelmeer angekommen. Dort greifen die acht an Bord stationierten F-35B der Royal Air Force seit Ende vergangener Woche aktiv in den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) ein. Im Rahmen der Operation Shader fliegen die britischen F-35B bewaffnete Patrouillen über Syrien und dem Irak.

"Ein bedeutender Moment in unserer Geschichte"

Unterstützt werden sie dabei von zehn F-35B des US Marine Corps: Die Jets der VMFA-211 "Wake Island Avengers" aus Arizona haben sich ebenfalls auf der Queen Elizabeth eingschifft. Die britischen Lightning II gehören zur 617 Squadron, den legendären "Dambusters" vom RAF-Stützpunkt Marham. Die "Dambusters" haben bereits Erfahrung im Kampf gegen den IS: Bereits seit 2019 waren sie bei der Operation Shader gegen die Terrormiliz aktiv, damals jedoch vom zypriotischen RAF-Fliegerhorst Akrotiri aus. Die Einsatzflüge vom Deck der Queen Elizabeth sind auch für die erfahrenen F-35B-Piloten des Geschwaders eine Premiere. "Die Fähigkeit, mit den fortschrittlichsten je gebauten Kampfjets vom Meer aus zu operieren, ist ein bedeutender Moment in unserer Geschichte, der unseren Verbündeten Sicherheit gibt und unseren Gegnern die beeindruckende Luftmacht Großbritanniens demonstriert", sagte Großbritanniens Verteidigungsminister Ben Wallace.

Crown Copyright
Acht der 18 F-35B an Bord der Queen Elizabeth gehören zur 617 Squadron der Royal Air Force. Zehn weitere fliegen für die US Marines.

28 Wochen unterwegs

Die 65.000 Tonnen schwere HMS Queen Elizabeth lief Ende Mai in Portsmouth zu ihrer ersten Einsatzfahrt aus. Insgesamt 28 Wochen lang wird sie unterwegs sein und dabei bis nach Japan vordringen. Mit im Schlepptau hat der Flugzeugträger die beiden Zerstörer HMS Diamond und Defender, die Fregatten HMS Richmond und Kent, ein U-Boot der Astute-Klasse sowie die Hilfsschiffe der Royal Fleet Auxiliary RFA Fort Victoria und RFA Tidespring. Die niederländische Fregatte HNLMS Evertsen und der amerikanische Arleigh-Burke-Zerstörer USS The Sullivans sind ebenfalls Teil der als "Carrier Strike Group" bezeichneten Einsatzgruppe. An Bord der Queen Elizabeth selbst befinden sich neben den insgesamt 18 F-35B noch Wildcat-Hubschrauber der 815 Naval Air Squadron und Merlin-Hubschrauber der 820 und 845 Naval Air Squadrons. Royal Marines vom 42 Commando werden ebenfalls mit dem Flugzeugträger eingesetzt.