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Erster Exportkunde

Ägypten kauft Dassault Rafale

Der französische Staatspräsident Hollande hat am Donnerstagabend den Verkauf von 24 Rafale an Ägypten offiziell betätigt. Der Vertrag soll am Montag unterzeichnet werden.

Die Gerüchte über das Rüstungsgeschäft, zu dem auch die Lieferung einer Mehrzweck-Fregatte (FREMM) gehört, hatten sich in den letzten Tagen verdichtet. Offenbar war letzte Woche beim Besuch einer ägyptischen Delegation in Paris eine Grundsatzeinigung erzielt worden.

Hauptpunkte des Deals sind eine schnelle Lieferung und eine großzügige Finanzierung. Angeblich will Ägypten schon im Sommer einige Rafales aus den Beständen der Armée de l´Air verfügbar haben, die bei der Parade für die Eröffnung des erweiterten Suezkanals fliegen sollen. Eine FREMM, die derzeit Tests durchläuft, wird wohl ebenfalls kurzfristig abgegeben.

Nach einer Anzahlung in Höhe von 15 Prozent des Kaufpreises werden 50 Prozent der auf fünf bis sechs Milliarden Euro geschätzten Kosten durch Kredite aufgebracht, die die stattliche Exportkreditanstalt COFACE absichert. Möglicherweise beteiligt sich auch Saudi-Arabien.

Ägypten ist der erste Exportkunde für die Rafale, nachdem sich die Gespräche in Indien über den Vertragsabschluss für 126 Flugzeuge weiter hinziehen. Dassault Aviation verhandelt mit Unterstützung der französischen Regierung derzeit zudem mit „mehreren Regierungen“ über den Kauf des Kampfjets. Die besten Chancen soll es in Katar geben.

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