F-35-Premiere unter Hochsommerhitze: Belgische Stealth-Jets das erste Mal bei einer Airshow

Belgische Stealthjets zum ersten Mal bei Airshow
F-35-Premiere bei Hochsommerhitze

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.06.2026
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36 Grad, strahlende Sonne, kein Wind. Dementsprechend war es auf dem Luftwaffenstützpunkt Florennes an diesem Wochenende heiß genug, um den Asphalt flimmern zu sehen.

Die "Tage der Belgischen Luftwaffe" boten auch unter den extremen Bedingungen etwas, das es so noch nicht gegeben hatte: Belgiens F-35A Lightning II erstmals vor Publikum bei einer Airshow, am Boden und in der Luft.

Flypasts: das Neue neben dem Alten

Im Static Display hatten Besucher das erste Mal die Gelegenheit, die belgische F-35A aus nächster Nähe zu sehen.

Noch spannender wurde es dann am Himmel. In der Luft gab es nämlich eine Sequenz aus kombinierten Überflügen: F-16AM, F-35A und eine A330 MRTT aus Eindhoven flogen gemeinsam über die Basis im Süden des Landes.

Direkt im Anschluss flog eine F-35 mit einer Spitfire Mk XIV über den Stützpunkt – der wird nicht nur aktiv von den Streikräften genutzt, sondern beheimatet auch das Spitfire-Museum "Musée Spitfire Colonel Aviateur R. Lallemant", das dem belgischen RAF-Piloten Raymond Lallemant gewidmet wurde.

Die belgische Luftwaffe restauriert derzeit eine weitere Spitfire Mk XIV des 350th Squadron, die zwischen August 1944 und April 1945 bei der RAF eingesetzt wurde.

Ankunft der ersten Jets

Seit dem 13. Oktober 2025 sind die ersten drei von insgesamt 34 bestellten F-35A Lightning II auf dem Stützpunkt Florennes. Seitdem liefen interne Integrationsarbeiten. Die Maschinen wurden eingeflottet, Piloten umgeschult, Abläufe eingeübt. Öffentlich war davon bis jetzt wenig zu sehen gewesen.

Acht weitere Maschinen befinden sich noch auf der Luke Air Force Base in Arizona, wo belgische Piloten und Wartungspersonal ausgebildet werden. Bis 2028 soll die gesamte F-16-Flotte durch die neuen Jets abgelöst sein.

Parallel dazu hat Belgien angekündigt, weitere elf F-35A bestellen zu wollen. Die Endmontage dieser Zusatzmaschinen soll in Cameri, Italien, bei einer gemeinsamen Fertigungslinie von Leonardo und Lockheed Martin stattfinden.