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Nowegen übernimmt seine erste P-8A Poseidon

Feier bei Boeing Nowegen übernimmt seine erste P-8A Poseidon

Norwegens Luftwaffe nahm am Donnerstag auf dem Flughafen Boeing Field in Seattle ihre erste von insgesamt fünf bestellten P-8A Poseidon in Empfang. Anfang 2022 wird der neue U-Boot-Jäger mit dem Taufnamen "Vingtor" in seiner zukünftigen Heimat erwartet.

Es ist das größte Flugzeug, das Norwegens Luftwaffe je besaß – und die Vorfreude ist groß. Während Hersteller Boeing sich am 18. November in Seattle bei der feierlichen Übergabe der ersten P-8A Poseidon an Norwegen vor allem damit rühmte, das Flugzeug trotz Corona mehr als pünktlich auszuliefern, ordnete Mette Sørfonden, Direktorin der norwegischen Behörde für die Beschaffung von Waffen, den Stellenwert des neuen Musters ein. Die P-8A werde als "moderne Plattform zum Sammeln von Informationen auf See" die Präsenz der norwegischen Luftwaffe im Norden Europas nachhaltig stärken. "Wenn wir jetzt die ersten Flugzeuge pünktlich sowie in der versprochenen Qualität erhalten, trägt dies dazu bei, dass wir zwischen den heutigen und den künftigen Patrouillenflugzeugen einen nahtlosen Übergang schaffen", so Sørfonden.

Benannt nach historischem Vorbild

Insgesamt fünf Boeing P-8A Poseidon hat Norwegen für seine Luftwaffe, die Luftforsvaret, in den USA bestellt. Sie sollen, wie schon in anderen Nationen, die alternden P-3 Orion ablösen, die Norwegen derzeit noch zur Seefernaufklärung und U-Boot-Jagd verwendet. Die Endmontage der ersten Maschine startete Boeing im April. Im Juli rollte sie erstmals frisch lackiert aus dem Hangar – und präsentierte dabei auch ihren Taufnamen "Vingtor", der am Bug der P-8A prangt. Damit erinnern die Norweger an das historische Erbe der Einsatzstaffel, bei der die Poseidons fliegen werden, und deren Geschichte 1942 mit einem Flugzeug selben Namens ihren Anfang nahm. Die damalige "Vingtor" war eine Consolidated PBY-5 Catalina – und das erste Flugzeug der sogenannten "Catalina-Abteilung", aus der die heutige 333 Skvadron entstand, für die die fünf bestellten P-8A gedacht sind.

Boeing
Im Hangar des Flughafens Boeing Field erhielt Norwegens erste P-8A ihre Missionsausrüstung.

Nächster Halt: Evenes

Die neue "Vingtor" startete am 10. August in Renton zu ihrem Jungfernflug. Anschließend erhielt sie am nahegelegenen Boeing Field in Seattle ihre Missionsausrüstung. Im Februar 2022 wird die P-8A erstmals in Norwegen an ihrem künftigen Heimatstandort Evenes erwartet. Verläuft der nun anstehende "Prozess der nationalen Anpassungen" erfolgreich, soll die "Vingtor" als erste Poseidon der Luftforsvaret zeitnah Einsatzluft schnuppern. Bis Ende 2023 sollen auch die restlichen vier P-8A Norwegen erreichen. Sie werden die Taufnamen "Viking" und "Ulabrand" sowie "Hugin" und "Munin" tragen – letztere benannt nach den beiden Raben des nordischen Göttervaters Odin.