in Kooperation mit
Crown Copyright
9 Bilder

F-35B weiht neuen Träger HMS Prince of Wales ein

HMS Prince of Wales F-35B weiht Großbritanniens neuen Träger ein

Die HMS Prince of Wales, der zweite Flugzeugträger der Royal Navy, ist zur Zeit auf Probefahrt vor Englands Südküste. Gestern bekam sie Besuch in Gestalt einer britischen F-35B. Es war die erste Landung eines Starrflügelflugzeugs auf dem Deck des neuen Trägers.

Die F-35B und die HMS Prince of Wales sind füreinander gemacht. An Bord des zweiten großen Trägers der Royal Navy, der Ende 2017 vom Stapel lief, befinden sich standardmäßig keine Katapults oder Fangseile – wohl aber eine Startrampe. Das Terrain an Deck ist voll auf die Lightning II zugeschnitten, die in der B-Version senkrecht landen kann und kurzstartfähig ist. Schon bald werden sich die Stealth-Kampfjets dicht an dicht auf der Prince of Wales drängen: Bis zu 36 F-35B sollen bei Einsatzfahrten an Bord des Flugzeugträgers Platz finden.

Crown Copyright
Pilot und Flugzeug: Sqn Leader "Will" vor seiner F-35B nach der erfolgreichen Erstlandung auf der HMS Prince of Wales.

Premiere auf hoher See

Bis es soweit ist, haben die Navy und ihr 65.000-Tonnen-Schiff noch ein gutes Stück vor sich. Doch vor Englands Südküste, wo die Prince of Wales gerade auf Testfahrt ist, gab es gestern immerhin schon einen Vorgeschmack auf die Zukunft: Vom RAF-Stützpunkt Marham kommend schwebte eine F-35B über dem Flugzeugträger ein und landete schließlich sicher auf dem Deck, das flächenmäßig so groß ist wie drei Fußballfelder. Es war die erste Landung eines Starrflüglers auf der Prince of Wales überhaupt. Zuvor hatte der Träger lediglich Hubschrauber an Bord empfangen.

Erste Landung, erster Start

Im Cockpit der F-35B saß bei der Premiere-Landung Squadron Leader "Will" von der 207 Squadron. Für ihn sei es "eine echte Ehre", diesen Meilenstein zu begehen, gab er anschließend zu Protokoll. Den anschließenden ersten Start über die Rampe der Prince of Wales erledigte sein Geschwaderkamerad Lieutenant Commander "Ben". Er hatte sich schon am Wochenende auf dem Träger eingeschifft, als dieser seinen Heimathafen Portsmouth verließ. Die nächsten Tage wollen die Verantwortlichen nun für weitere Tests nutzen, um Schiff, Flugzeug und Crews aufeinander einzuspielen.