Neue "Air Force One" kommt im neuen Look: So sieht sie aus!

Donald Trump setzt sich durch
Die nächste „Air Force One“ kommt im neuen Look

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.02.2026
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Die weiß-blaue Lackierung der US-Präsidentenflugzeuge ist legendär, ihr Wiedererkennungswert auf der ganzen Welt unübertroffen. (Nicht nur) jeder Flugzeugfan kennt den edlen Anstrich, der seit der Regierungszeit von John F. Kennedy die Staatsmaschinen ziert, mit denen der POTUS international auf Reisen geht. Auch heute noch fliegen die aktuellen Präsidentenjets, zwei modifizierte Boeing 747-200 mit der militärischen Typenbezeichnung VC-25, in diesem Farbkleid.

Dem amtierenden Staatsoberhaupt Donald Trump aber gefällt der alte Look nicht, das hatte er schon in seiner ersten Amtszeit deutlich gemacht. Für die schon damals in Entstehung begriffenen neuen Präsidentenjets vom Typ VC-25B, bei denen es sich um umgebaute Boeing 747-8I handelt, ließ er deshalb 2018 kurzerhand ein völlig neues Farbkonzept entwerfen – mit dunkelblauem Rumpf, roten und goldenen Fensterlinien und großer US-Flagge am Heck.

Die Lackierung wurde später von Fachleuten kritisiert, weil sie sich im Einsatz wegen der dunklen Farbgebung zu sehr aufheizen würde – und einzelne Komponenten bei direkter Sonneneinstrahlung überhitzen lasse.

Neue "Air Force One" von Boeing
Boeing

Kurioser Farbenstreit

Trump allerdings focht das nicht an, er blieb bei dem Entwurf. Im Oval Office ließ der Staatschef sogar ein Modell der VC-25B in "seinen" Farben aufstellen.

Als bei der Wahl 2021 der Sieg von Joe Biden eine (direkte) zweite Amtszeit Donald Trumps verhinderte, begrub die neue Regierung 2023 zwar still und leise auch das Trump'sche Farbkonzept und holte den bewährten Kennedy-Look zurück aus dem Papierkorb. Doch die Demokraten hatten ihre Rechnung ohne Trump gemacht – der sich in seiner zweiten Amtszeit nun im "Farbenstreit" rund um den Anstrich der "Air Force One" und anderer Regierungsmaschinen endgültig durchgesetzt zu haben scheint.

Boeing

Trump bekommt "seine" Air Force One

Jedenfalls veröffentlichte die US Air Force am 18. Februar ein Computerbild, das die zukünftige Präsidentenmaschine VC-25B im Flug zeigt – in einer Lackierung, die sehr stark dem ursprünglichen Trump-Entwurf von 2018 ähnelt.

Wieder zeigt sich der Rumpf der 747-8I an seiner Unterseite dunkelblau, darüber zieren ein goldener und ein dicker roter Streifen die Fensterlinie des Jumbo-Jets. "United States of America" steht in Serifen-Versalien am weißen Oberrumpf, am Seitenleitwerk weht übergroß das Stars-and-Stripes-Banner.

Hitzeproblem? Schnee von gestern!

Wie man gedenkt, die thermischen Probleme zu bewältigen, die dem ursprünglichen Trump-Entwurf von vor sechs Jahren attestiert worden waren, sagte die US-Luftwaffe nicht. Möglich, dass es zur Ansicht der damaligen Fachleute auch die entsprechende Gegenmeinung gibt, der man in Washington D.C. nun eher Gehör verleiht.

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Erste Boeing 757 schon umlackiert

Tatsächlich scheint die US-Administration jetzt Nägel mit Köpfen zu machen. So hat die Umlackierung der bestehenden Flotte von Regierungsjets bereits begonnen. Dieser Tage tauchten erste Bilder einer Boeing C-32A (757-200) im Internet auf, die den Zweistrahler nach einem Wartungsaufenthalt im neuen Look zeigen.

Die C-32A steht im Flottenpark der US-Staatsflugzeuge primär dem Vizepräsidenten und anderen Kabinettsmitgliedern zur Verfügung. Bei seinem jüngsten Besuch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos musste jedoch auch Präsident Trump auf den zweistrahligen Jet zurückgreifen, weil "seine" VC-25-Jumbos beide außer Gefecht waren.

Donald Trump steigt aus VC-25 Air Force One
USAF

Wann kommt die neue "Air Force One"?

Vier C-32A möchte die US-Regierung nach eigenen Angaben im Rahmen anstehender Wartungsintervalle optisch auf das neue Farbkleid umstellen. Bis die beiden VC-25B endlich fertig werden, dauert es indessen noch: Aufgrund wiederholter Verspätung rechnet die Air Force frühestens im Oktober 2027 mit den Jets. Ob die 747-8I, die Trump von der katarischen Regierung geschenkt bekam, interimsmäßig schon früher zur Verfügung steht, bleibt offen. Auch sie dürfte jedoch den neuen, jetzt offiziellen, Trump-Anstrich erhalten.