Russland meldet erste Luftsiege für Su-57 - neue Waffen für Export

Russland meldet ersten Luft-Luft-Treffer der Su-57
Neue russische Lenkwaffen für den Export

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.08.2026
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Rosoboronexport-Generaldirektor Alexander Michejew sagte der russischen Nachrichtenagentur TASS, die Su-57 habe "ihren Vorteil unter realen Kampfbedingungen bei der Abwehr modernster Luftverteidigungs- und elektronischer Kampfsysteme" unter Beweis gestellt.

Nach Angaben des Managers gehen auf das Konto des Flugzeugs zahlreiche Luft-, Boden- und Seeziele, darunter auch mit der neuen Lenkrakete RWW-SDM.

Bisher hatte Russland noch keinen Luft-zu-Luft-Treffer des Tarnkappenjets im Krieg mit der Ukraine gemeldet. Unabhängige Beweise für einen solchen Abschuss liegen nicht vor.

Neue Luft-Luft-Rakete für den Export

Die neue Luft-Luft-Rakete RWW-SDM soll nun auch auf den internationalen Markt. Die Rakete sei für die Bewaffnung der zum Export bestimmten Su-57E vorgesehen, könne nach entsprechender Anpassung aber auch auf anderen russischen Flugzeugtypen zum Einsatz kommen und sogar in Bewaffnungssysteme ausländischer Maschinen integriert werden.

Laut Hersteller ist die RWW-SDM zur Bekämpfung von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen bei Tag und Nacht sowie unter Bedingungen elektronischer Störmaßnahmen ausgelegt.

Zur Lenkung kombiniert die Rakete ein Trägheitsnavigationssystem mit einer Funkdatenverbindung, über die sie im Mittelflug Kurskorrekturen erhält, sowie einem aktiven und passiven Radarsuchkopf, der in der Endphase des Anflugs zum Einsatz kommt. Die RWW-SDM soll Ziele in Höhen zwischen 15 Metern und 25 Kilometern bekämpfen können.

Rosoboronexport wirbt zudem mit einer größeren Reichweite, einem verbesserten Schub-Gewichts-Verhältnis, einer verbesserten Aerodynamik sowie einer höheren Wirksamkeit und Störfestigkeit der Rakete.

Lieferbereitschaft an "befreundete Staaten"

Michejew betonte gegenüber TASS zudem die Lieferbereitschaft Russlands gegenüber ausgewählten Partnerstaaten. Man sei bereit, mit "mit Russland befreundeten Ländern" sowohl über die Lieferung der Su-57E als auch über die dafür vorgesehene Luftwaffenmunition Verträge zu schließen, so der Rosoboronexport-Chef.

Offiziell hat den Kampfjet der fünften Generation nur Algerien gekauft. Mit Indien wird derzeit über einen Kauf verhandelt. Auch Malaysia soll grundsätzliches Interesse angemeldet haben. Ein echter Exporterfolg ist die Su-57E bisher allerdings nicht.

Russlands engster Partner, Belarus, wird den schweren Fighter wohl nicht kaufen. Die Nachbarn sind stattdessen beim leichten Kampfjetprojekt Su-75 "Checkmate" eingestiegen. Während die Su-57 in erster Linie für die russische Luftwaffe selbst entwickelt wurde, ist die "Checkmate" vor allem für Exportkunden in der arabischen Welt, Südasien und Südamerika gedacht. Mit Belarus ist ein erster Kunde schonmal gewonnen, ob sich die Su-75 in Zukunft besser verkaufen wird als die Su-57E, ist derzeit trotzdem noch zweifelhaft.