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Auslandspremiere für Russlands neuen Kampfjet

Russlands neuer Fighter Auslandspremiere für „The Checkmate“

Im Juli sorgte Russlands Rüstungskonzern Rostec auf dem Aviasalon MAKS für eine Überraschung: Erstmals zeigte sich dort der Prototyp eines neuen Stealth Fighters, genannt "The Checkmate". Nun kommt das Flugzeug auch ins Ausland – und zwar zur Dubai Airshow.

Er ist klein, er ist günstig, modern und tödlich – und er soll Russlands Flugzeugbauern dabei helfen, auf dem Exportmarkt für Kampfjets über viele Jahre eine feste Größe zu bleiben. Die Rede ist vom neuen russischen Stealth Fighter "The Checkmate", der im Sommer auf dem Aviasalon in Schukowski Premiere feierte. Inoffiziell trägt er die Bezeichnung Suchoi Su-75, und seine Schöpfer legen Wert darauf, dass es sich bei dem bislang gezeigten Exemplar bereits um einen echten Prototypen handelt – nur eben noch nicht in flugfähigem Zustand. Den soll "The Checkmate" 2023 erlangen. Bis dahin muss es reichen, den neuen Fighter am Boden zu begutachten.

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Besser als die F-35, und dazu nur 25 bis 30 Millionen US-Dollar teuer: so preist Rostec international "The Checkmate" an.

Debüt in Dubai

Ab der kommenden Woche soll dieses Privileg erstmals auch ausländischem Publikum vergönnt sein. Denn wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet, planen Russlands staatlicher Rüstungskonzern Rostec und die ebenfalls staatliche Flugzeugbau-Holding UAC, "The Checkmate" vom 14. bis zum 18. November auf der Dubai Airshow in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu zeigen. Die VAE seien "eine hervorragende Plattform, um das Flugzeug einem breiten Spektrum potenzieller Partner vorzustellen", zitiert RIA eine nicht näher genannte Quelle aus dem UAC-Umfeld. Geplant sind demnach "mehrere geschlossene Präsentationen für die an der Show teilnehmenden Delegationen sowie eine offene Präsentation für Besucher und Medienvertreter".

Wichtiger Markt – und Geldgeber

Für Russland sind die Arabischen Emirate seit Beginn des Programms ein wichtiger möglicher Exportmarkt für "The Checkmate". So streute Rostec bereits vor der Premiere des Fighters in Schukowski im Internet ein Werbevideo, das "Checkmate"-Piloten unter anderem aus Vietnam, aus Indien sowie aus den VAE zeigt. Die gesamte "Checkmate"-Kampagne sowie das Flugzeug selbst sind speziell auf die Bedürfnisse ausländischer Kunden zugeschnitten, wobei Rostec offenbar darauf hofft, arabische Unternehmen, und vor allem Investoren, als direkte Projektpartner ins Boot zu holen. Das wäre sicher hilfreich, denn bislang haben Rostec und UAC das Projekt aus eigener Tasche finanziert. Ob das Geld bis zur Serienreife reicht, ist fraglich.

Technisch soll "The Checkmate" weitgehend auf der größeren Su-57 basieren, in Anschaffung und Unterhalt jedoch deutlich günstiger sein. Ob die russische Luftwaffe den einstrahligen Stealth-Jet kauft, ist alles andere als sicher. Russlands Regierung zeigte sich zuletzt recht aufgeschlossen – um damit den Export anzukurbeln.