Crew-13-Astronauten fliegen in Rekordzeit zur ISS

Neue Besatzung auf der Raumstation
Crew-13-Astronauten fliegen in Rekordzeit zur ISS

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.10.2026
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Crew-13-Astronauten fliegen in Rekordzeit zur ISS
Foto: NASA+

Die NASA-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, der kanadische Raumfahrer Joshua Kutryk und der russische Kosmonaut Sergej Teterjatnikow sind in der Nacht auf Freitag wohlbehalten auf der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Ihre Crew Dragon war am 1. Oktober um 17.10 Uhr MESZ (11.10 Uhr Ortszeit) mit einer Falcon 9 von der Cape Canaveral Space Force Station aus gestartet und hatte am 2. Oktober um 1.05 Uhr MESZ an das Harmony-Modul der ISS angedockt. Nach Angaben der NASA ist das die kürzeste Zeitspanne, die ein US-amerikanisches Raumschiff je vom Start bis zum Andocken benötigt hat.

Dass die Dragon-Kapsel die ISS in 7 Stunden und 55 Minuten erreichte, lag an der günstigen Position der ISS. Die letzte Crew Dragon, die Astronauten zur ISS brachte (Crew-12 im Februar 2026) war rund 34 Stunden unterwegs. Den absoluten Rekord hält jedoch eine russische Sojus-Kapsel: Sojus MS-17 brauchte vom Start am 14. Oktober 2020 von Baikonur bis zum Andocken an die ISS nur 3 Stunden und 3 Minuten.

SpaceX

Watkins, die erste schwarze Kommandantin eines SpaceX-Flugs, Delaney, Kutryk und Teterjatnikow sind nun Teil der Expedition-75-Crew, der auch Anil Menon (NASA) sowie Pjotr Dubrov und Anna Kikina (beide Roskosmos) angehören. Ebenfalls noch an Bord der Raumstation sind die Mitglieder der Crew-12-Mission: Jessica Meir und Jack Hathaway (NASA), die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot und der Kosmonaut Andrei Fedjajew. Sie sollen am 5. Oktober nach fast acht Monaten im All zur Erde zurückkehren.

Experimente und Forschung in Mikrograviation

Während ihres Aufenthalts auf der ISS werden die vier Crew-13-Astronauten zahlreiche wissenschaftliche Experimente und Forschungsarbeiten durchführen. Dazu gehören die Herstellung von Gewbe aus menschlichen Stammzellen, die Modellierung von Krankheiten und pharmazeutische Tests für Erkrankungen wie Herzbeschwerden und Parkinson.

Die Besatzung wird zudem den Pflanzenbau mithilfe eines neuen, weitgehend autonomen Pflanzenzuchtsystems untersuchen und testen, wie Pflanzen außerhalb spezieller Anlagen wachsen. Zudem führen die Astronauten Gesundheitsstudien weiter, die sich mit Durchblutungsstörungen in der Mikrogravitation beschäftigen. Sie werden auch ein neues Diagnosegerät an Bord der Station testen, mit dem der Gesundheitszustand der Astronauten überwacht werden soll.