2025 hat die Zahl der Starts von Orbitalraketen abermals zugenommen: Insgesamt 329 Startversuche wurden durchgeführt, das sind 25 Prozent mehr als im Jahr 2024 (263 Startversuche). 321 der gestarteten Raketen erreichten eine Erdumlaufbahn (2024: 258). Das zeigen Daten des Harvard-Astrophysikers Jonathan McDowell, der seit vielen Jahren die Aktivitäten im Weltraum beobachtet.
Der Löwenanteil der Raketenstarts entfällt dabei wie im Vorjahr auf SpaceX. Das Unternehmen des US-Milliardärs Elon Musk startete 165 Falcon 9 – das ist mehr als der Rest der Welt zusammen. McDowell zählt in seine Statistik auch drei Starship-Testflüge, die annähernd orbital waren.
China hat im vergangenen Jahr 92 Orbitalraketen gestartet (2024: 68), davon erreichten 91 einen Erdorbit. Insgesamt kommen China und die USA auf 270 erfolgreiche Raketenstarts, das entspricht 84 Prozent der Startaktivitäten weltweit.
Europa liegt mit acht Startversuchen (davon sieben erfolgreich) auf Platz 5 der globalen Rangliste (hinter den USA mit 181, China mit 92, Russland und Neuseeland mit je 17 Starts – McDowell rechnet Starts der Electron des US-Unternehmens Rocket Lab von Mahia aus Neuseeland zu). Vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus hoben vier Ariane 6 und drei Vega-C ab. Das deutsche Start-up Isar Aerospace startete seine kleine Trägerrakete Spectrum am 30. März 2025 erstmals von Andøya in Norwegen. Der Testflug endete allerdings in einem Fehlschlag. Isar Aerospace bereitet die Spectrum derzeit auf den zweiten Startversuch vor.





