in Kooperation mit
59 Bilder

A320-Produktion nach völlig neuen Abläufen

Airbus: Vierte Hamburger A320-Endmontage setzt auf Roboter

Airbus hat den Hallenplan der künftigen, vierten A320-Endmontagelinie in Hamburg verabschiedet. Anders als beim bisherigen "Flowline"-Taktstraßenkonzept kommen hier künftig Roboter und automatische Plattformen ins Spiel.

Als wichtigen Meilenstein für die geplante A320-Produktionssteigerung habe Airbus das Hallenlayout für die neue, vierte A320-Endmontagelinie in Hamburg verabschiedet, meldete Airbus am Dienstag.

Die vierte Linie in Hamburg verfüge über sieben Produktionsstationen und neuartige Produktionselemente. Dazu gehören elektrische, mobile Plattformen, auf denen die Rümpfe und Flügel automatisiert durch den Hallentrakt bewegt werden. Sektionen und Flügel werden künftig lasergenau und noch schneller ausgerichtet und die Rumpfsektionen werden automatisiert miteinander verbunden. Zwei Roboter, die sechsachsig verstellbar sind, bohren dabei jeweils 2000 Nietlöcher und installieren die Niete.

Airbus-Pilotprojekt "Manufacturing Execution System"

Die neue Endmontagelinie geht Mitte 2017 in Betrieb und wird ihre Produktion schrittweise hochfahren. Airbus will auch viele Prozesse im Hintergrund verbessern und die Teilebereitstellung mit den anstehenden Arbeitsschritten noch enger verknüpfen. Die hochmoderne Fertigungslinie soll als Pilotprojekt bei Airbus für das konzernweite “Manufacturing Execution System” (MES) dienen, bei denen durch die erweiterte Vernetzung der laufende Stand der Produktion konzernweit gemeldet wird.

Im Gegenzug für die vierte A320-Endmontage in Hamburg, die in einer nicht voll genutzen A380-Halle entsteht, baut Airbus künftig die Inneneinrichtung der in Toulouse endmontierten A320 in Frankreich ein. Bisher reisten diese Flugzeuge für die Inneneinrichtung jeweils nach Hamburg und zurück. Ab Jahresende soll die Inneneinrichtung der Toulouser A320 schrittweise hochlaufend in Toulouse stattfinden.

7 Bilder
Zur Startseite
Lesen Sie auch
Flugzeuge