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Absturz in Norwegen

Airbus Helicopters: Keine Flugsperre für H225 nötig

Nach dem jüngsten Absturz eines norwegischen Hubschraubers mit 13 Toten hat dessen Hersteller Airbus Helicopters zusätzliche Daten ausgewertet und plädiert gegen ein generelles Flugverbot für das weit verbreitete Muster.

Nach Auswertung neuer Informationen, die in den letzten 48 Stunden eingegangen seien, teilte Airbus Helicopters am Sonntag mit, zum jetzigen Zeitpunkt sei aus Sicht des Herstellers ein generelles "Grounding" der Hubschrauberbaureihe EC225LP nicht erforderlich. Man respektiere allerdings die Entscheidung der Behörden Norwegens und Großbritanniens, den gewerblichen Passagier-Flugbetrieb mit dem Muster bis auf Weiteres auszusetzen. Mit dem Fortschreiten der Ermittlungen werde Airbus Helicopters weitere Updates herausgeben.

Am 29. April war ein H225-Hubschrauber (alte Musterbezeichnung EC225LP "Super Puma") von Statoil ASA bei Turoey, nahe Bergen in Norwegen, bei der Rückkehr von einer Ölbohrplattform verunglückt, wobei elf Insassen ums Leben kamen und zwei weitere vermisst werden. Augenzeugen wollen beobachtet haben, dass sich unmittelbar vor dem Absturz Teile des Rotors gelöst hatten. Laut Airbus gebe es bisher keine Bestätigung dieses Rotorverlusts oder eines Zusammenhangs mit voraus gegangenen Wartungsarbeiten an dem verünglückten Hubschrauber. Zwei nach Norwegen entsandte Experten des Herstellers unterstützen die norwegischen Behörden. Neue Erkenntnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

UPDATE: 
Ein neues Video im Internet soll den Absturz des norwegischen Hubschraubers zeigen. Demnach scheint sich der komplette Rotor gelöst zu haben. Dieser schwebt noch, sich weiter drehend, am Himmel, während eine bedrückende Rauchwolke bereits vom Aufschlag des Rumpfes kündet.

Horrifying video shows the rotor blades that fell off a Norwegian helicopter
24 Sek.
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