Airbus setzt auf noch mehr Luxus für die A350-1000

Doppel-Kabine mit virtuellem Panoramablick
Airbus zeigt First Class Master Suite für A350

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.04.2026
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Airbus zeigt First Class Master Suite für A350
Foto: Airbus

Möglich werde das neue Luxusangebot "Airspace – First Class Experience" im Bugabteil der A350-1000, zwischen Türpaar 1 und 2, durch eine neue Aufteilung der Kabine, teilte Airbus am Montag anläßlich des Beginns der Fachmesse Aircraft Interiors (AIX) in Hamburg mit. So habe man die sogenannten Monumente (Küchen, WCs und den Zugang zum Ruheraum der Besatzung) aus dem vorderen Kabinenbereich in ein neues Zentralmodul in der Zone direkt hinter dem Cockpit verlegt, um in der First Class mehr Raum und störungsfreie Ruhe zu gewinnen, so der Hersteller. Damit zeige man, dass die A350-1000 weiter entwickelt werde, um den für ein Flaggschiff-Produkt angemessenen Komfort zu liefern. Zehn A350-Kunden hätten sich bereits für den Einbau von First-Class-Abteilen entschieden, hier gehe es um neue Kabinenkonfigurationen für ab dem Jahr 2030 erwartete Flugzeugauslieferungen.

Eigene Suite und eigener WC-Zugang

Als neues Highlight des Angebots habe das Airbus Design Team die First Class Master Suite entwickelt. Diese sei für ein Abteil in der Mitte von drei First-Class-Suiten in der ersten Reihe konzipiert worden.(Anordnung 1-1-1) Die Mittelsuite erhalte zwei Sitze, direkt nebeneinander, die einen eigenen Zugang zum WC, einen Umkleideraum, eine Bar und – in den Schlafmodus umgerüstet – ein Doppelbett erhalte. Ein Breitbild-Monitor, über Eck, ersetzt in der mittig zwischen zwei Gängen gelegenen Master Suite die Kabinenfenster und zeigt virtuelle Blicke auf die Landschaft.

A380-Ersatz und 777-9-Antwort

Damit schaffe man für die Airlines eine neue Möglichkeit, ihre herausragenden Luxusprodukte an Bord unterzubringen. Ergänzt werde der verbesserte Raumeindruck durch hohe Decken und neu gestaltete Panele und eine verbesserte Beleuchtung bei Türpaar 1, die den Passagieren schon beim Betreten "Premium-Atmosphäre" vermittele. Airbus nutze Kundenfeedback der Betreiberairlines, um die A350-1000 weiter zu verbessern. Der Hersteller dürfte damit sowohl dem erneuerten, etwas breiteren, Konkurrenten Boeing 777-9 Paroli bieten wollen, als auch auf den wachsenden A380-Ersatzmarkt zielen, besonders bei Nahost-Airlines, wie Emirates.