Die Kampagne, mit einem zum Flughafen Moses Lake entsandten Testflugzeug, sei nach 86 Tagen abgeschlossen worden, teilte Boeing mit. Dabei seien 600, am Computer der Boeing-Abteilung für Prototypenbau "Boeing Test & Evaluation" 3D-gedruckte, künstliche Eisprofile vermessen worden, 60 davon neu und erstmals im Flug getestet.
Wie giftig wird der neue Flügel bei schwerer Vereisung?
Die künstlichen Eisprofile aus durchsichtigem Plastik simulieren den starken Eisansatz, wie er sich beim Durchfliegen von Gewitterwolken bilden kann. Geprüft wird, ob das Flugverhalten gutmütig bleibt und ob und wie sich eventuell die Geschwindigkeitspuffer bis zum Strömungsabriss verändern.
FAA listet Pflicht-Prüfszenarien auf
"Die Vorschriften verlangen, dass wir eine Reihe verschiedener Eis-Szenarien testen", sagte Brad Hood, Aerodynamik-Ingenieur bei Boeing. "Wir untersuchen verschiedene Flugphasen, Geschwindigkeiten, Beladungszustände und Startmassen, damit wir die kritischsten Bedingungen nachweisen können." Jedes künstliche Stück Eis variiert nach Dicke und Geometrie, so dass der extremste, anzunehmende Eisansatz genau nachgestellt wird. Damit ist das Flugzeug auch für spätere Testflüge in realen Vereisungsbedingungen gerüstet.
Zulassung nun für 2027 erhofft
Mit dem Abschluss der künstlichen Eismesskampagne hat die 777-9-Testflotte über 1600 Flüge und 4500 Flugteststunden absolviert. Die jetzt gewonnenen Daten werden auch der Luftfahrtbehörde FAA vorgelegt. Boeing hofft, die Zulassung des größten Zweistrahlers der Welt im Jahr 2027 zu schaffen.





