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Bombardier

Bombardier legt nach Premiere der Challenger 3500

Bombardier stellt sein Angebot in der Klasse der Super Mid Size Jets neu auf: Im Rahmen eines Online-Events hat der kanadische Hersteller die Challenger 3500 vorgestellt. Das Geschäftsreiseflugzeug soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 in Dienst gestellt werden.

Kurz vor dem Start der internationalen Messe NBAA-BACE, die vom 12. bis zum 14. Oktober in Las Vegas stattfinden wird, überrascht der kanadische Flugzeughersteller Bombardier mit der Vorstellung der Challenger 3500. Der Business Jet, eine Weiterentwicklung der Challenger 350, verfügt über eine neu gestaltete Kabine, die Komfort und Funktion miteinander verbinden soll, heißt es in einer Pressemitteilung. So lassen sich Beleuchtung, Temperatur und Unterhaltungssystem jetzt per Sprachbefehl steuern, außerdem sind Ladegeräte zum kabellosen Laden sowie ein 24-Zoll-4K-Display an Bord. Zur Standardkonfiguration gehört der aus den Langstreckenflugzeugen der Global-Familie bekannte Nuage-Sitz. Bombardier verspricht für seinen neuen Business Jet zudem einen erhöhten Luftdruck in der Kabine. In einer Flughöhe von 41.000 Fuß (12.500 m) entspricht der Druck an Bord einer Höhe von 4850 Fuß (1480 m), was einer Verbesserung von 31 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell entspricht. Im Cockpit der Challenger 3500 gehört jetzt ein Autothrottle-System zum Standard.

Bei den Eckdaten unterscheiden sich Challenger 350 und 3500 auf den ersten Blick kaum. Die Neue bietet mit 3400 Nautischen Meilen (6297 km) etwas mehr Reichweite, während beide Flugzeuge mit einer typischen Reisegeschwindigkeit von Mach 0.8 unterwegs sind und Platz für maximal zehn Passagiere bieten. Beide werden von jeweils zwei Honeywell HTF7350 Turbofans mit 33 Kilonewton Schub angetrieben. Die maximale Flughöhe ist in Flugfläche 450 (ca. 13.700 m) erreicht. Steilanflüge auf Flugplätze wie den London City Airport sind möglich.

"Wir freuen uns sehr, einen Geschäftsreisejet auf den Markt zu bringen, der alle Bestseller-Elemente der Challenger-Plattform aufweist – beeindruckende Leistung, beständige Zuverlässigkeit, außergewöhnliche Laufruhe – und gleichzeitig das Kabinenerlebnis für unsere Kunden verbessert", sagte Éric Martel, Präsident und Chief Executive Officer von Bombardier. "Aufbauend auf dem Erfolg der unvergleichlichen Kabine des Global 7500 Business Jets steht bei der Challenger 3500 das im Vordergrund, was unsere Kunden am meisten schätzen: ein wirklich außergewöhnliches Kabinenerlebnis."

Blick auf Nachhaltigkeit

Bombardier betont, das neueste Mitglied der Challenger-Familie mit Fokus auf Nachhaltigkeit entwickelt zu haben. Ebenso wie die Global 7500 wird die Challenger 3500 eine so genannte "Enviromental Production Declaration", also eine Art Gütesiegel, erhalten, das über den ökologischen Fußabdruck des Flugzeugs informiert. Bei der Ausstattung der Kabine können sich die Kunden für ebenso hochwertige wie nachhaltige Materialien entscheiden, erklären die Kanadier. Zum Angebot gehört auch eine App, um Flugpläne zu optimieren und den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Zudem verspricht Bombardier, das Flugtestprogramm in Kooperation mit World Fuel Services CO2-neutral zu gestalten. Ein Teil der Kohlenstoffemissionen für die Testflüge soll durch den Kauf von nachhaltigem Treibstoff nach dem Book-and-Claim-Prinzip entfernt werden. Die verbleibenden Emissionen sollen durch Kompensationszahlungen ausgeglichen werden.

Bombardier
Der in den Langstreckenjets bewährte Nuage-Sitz hält jetzt auch in der kleineren Challenger 3500 Einzug.