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HiFly-A380 kommt nach Hamburg

Corona-Frachtflug HiFly-A380 kommt nach Hamburg

Die derzeit einzige aktive A380 Europas, die 9H-MIP von Hi Fly Malta, wird am Freitag in Deutschlands Norden erwartet. Das Dickschiff mit der farbenfrohen Meeresschutz-Sonderlackierung bringt medizinische Fracht aus China nach Hamburg.

Hi Fly hat sich längst entschieden: Das Abenteuer A380 soll für den Charter-Spezialisten noch vor Silvester 2020 zu Ende gehen. Nach gerade einmal zweieinhalb Jahren wird sich Hi Fly von ihrem einzigen Superjumbo, der 9H-MIP, wieder verabschieden. Auch der Umbau zum Behelfsfrachter im Corona-Jahr brachte wohl nicht den gewünschten Erfolg, der den Unterhalt des riesigen Einzelstücks in der Hi Fly-Flotte weiter rechtfertigen würde. Jeder Einsatz, den das Flugzeug nun noch erhält, avanciert damit zum Bestandteil einer Abschiedstour.

Corona-Hilfsflug nach Hamburg

Umso erfreulicher, dass einer dieser letzten Einsätze die 9H-MIP auch nach Deutschland führt. Seit gestern ist die A380 nämlich wieder unterwegs. Erstmals seit Ende Oktober hat sie ihre Basis im portugiesischen Beja verlassen und ist nach Seoul aufgebrochen. Von dort aus wird der Weg sie weiter nach Shanghai in China führen, bevor sie – bepackt mit jeder Menge medizinischer Hilfsgüter – am morgigen Freitag nach Hamburg fliegt. Auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel erwartet man die Ankunft der A380 abends gegen 19.30. Der Abflug ist am Folgetag um 12 Uhr mittags geplant.

Hi Fly
Für medizinische Frachtflüge im Zuge der Corona-Pandemie ließ Hi Fly ihre A380 zum Behelfsfrachter umbauen. Der Jet fasst nun 300 Kubikmeter Fracht im Hauptdeck.

Zweiter Besuch kommende Woche?

Gerüchten zufolge wird es nicht bei einer einzigen Stippvisite bleiben: Anfang der kommenden Woche könnte die 9H-MIP nämlich abermals mit Hilfsgütern in Hamburg aufschlagen. Für Hi Fly sind derlei Flüge mit Ziel Fuhlsbüttel nichts Neues: Bereits seit Mitte November pendelt mit der A340 9H-SUN ein weiterer Vierstrahler der Charter-Airline immer wieder zwischen Hamburg, Seoul und Shanghai, um Schutzausrüstung gegen das Corona-Virus aus Asien nach Deutschland zu bringen.