Die private Beteiligungsgesellschaft XXV habe 30 zwölfsitzige Regent Seaglider bestellt, teilte Regent am Freitag mit. Ab 2027 sollen die Bodeneffektgeräte mit Elektroantrieb vor den Küsten der USA Zubringerndienste übernehmen. Als Betreibermarke wurde eine prominente US-Firma angekündigt.
Bodeneffektgerät, nicht Flugzeug
Bodeneffektgeräte schweben dank ihrer speziellen Formgebung oder mit Hilfe von Flügeln auf einem Luftkissen dicht über der Wasseroberfläche, sobald sie eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Der Vorteil gegenüber einem Flugzeug ist der wesentlich geringere Energiebedarf und eine deutlich vereinfachte Zulassung als Wasserfahrzeug. Der Vorteil gegenüber einem Schiff ist die wesentlich höhere Geschwindigkeit bei sanfter Bewegung ohne Wellengang. Der Nachteil gegenüber dem Flugzeug ist die fehlende Fähigkeit zum freien Fliegen und die Abhängigkeit von großen Wasserflächen zum Starten und Landen.
Luftkissen über der Wasseroberfläche
Im Bodeneffekt, streng genommen keinem "Flug", kann das Fahrzeug Eis, Watt, Treibholz und sogar Sandbänke berührungslos überqueren. In Häfen kann es wie ein Schiff an- und ablegen und aus schneller Fahrt mit Hilfe von Tragflügeln zum Schwebeflug beschleunigen, bis die Flügel ein ausreichend großes Luftkissen über der Wasseroberfläche erzeugen.
Mit 300 km/h durch die Karibik
Der beim Start maximal 6,8 Tonnen schwere Seaglider mit 16,76 Meter Länge und 19,81 Meter Spannweite befördert wahlweise zwölf Passagiere oder 1600 Kilogramm Fracht und zwei Besatzungsmitglieder, schafft 300 Kilometer Reichweite, 300 km/h Reisegeschwindigkeit und ist 30 dB(A) leiser als Hubschrauber und Flächenflugzeuge. Die Steuerung erfolgt aus einem Glascockpit mit Sidesticks. Der Motorenhersteller wurde noch nicht genannt. Die elektrische Leistung liegt bei 120 kW.
Investoren mit großen Hoffnungen
Regent hat nach eigenen Angaben Investitionszusagen in Höhe von zehn Milliarden Dollar erhalten, darunter von Airlines und Reedereien. Alleine das US Marine Corps habe für 15 Millionen Dollar Aufträge erteilt. Mehrere Investoren hätten bisher 100 Millionen Dollar Kapital beigesteuert, darunter 8090 Industries, Founders Fund, Japan Airlines und Lockheed Martin.





